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Kostenlose Warenwirtschaft für Laden mit ca. 2.000 Artikeln – gibt es da was Brauchbares?

DDoruk T***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Juli 2023
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23
#1

Ich betreibe in Madrid einen kleinen Laden für Haushaltswaren und Heimwerkerbedarf. Aktuell haben wir rund 2.100 Artikel in den Regalen und im Lager. Bisher haben wir alles manuell über Tabellen gepflegt aber mit der Zeit passten Kassenverkäufe und die Bestände in der Tabelle überhaupt nicht mehr zusammen. Bei der letzten Inventur hatten wir eine Differenz von rund 1.400 Euro: Manche Sachen waren ausverkauft standen aber noch im System andere lagen im Regal, waren aber nirgends erfasst.

Wir brauchen jetzt dringend ein System mit Barcodescanner-Anbindung das sich von zwei PCs im Laden synchronisiert. Wenn man online sucht, gibt es zwar viele kostenlose Tools aber fast alle machen bei 100 oder 500 Artikeln dicht oder blockieren die Scanner-Funktion. Gleich monatlich 50 bis 80 Euro für ein Software-Abo auszugeben, sitzt budgetmäßig gerade nicht drin.

Gibt es wirklich eine kostenlose oder Open-Source-Lösung die 2.000 Positionen stabil packt, oder sollten wir lieber gleich in eine Bezahlsoftware investieren? Worauf muss ich beim Datenimport achten?

MMert Ö***Experte
Funktion
Kurier-Koordinator
Branche
energie
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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Jan. 2023
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157
Nützlichste Antwort#2

Kurz gesagt: Bei über 2.000 Artikeln und mehreren Kassenplätzen wird man mit reinen Gratis-Cloudlösungen nicht glücklich, da die Free-Tiers meistens auf 100 bis 300 Artikel oder einen einzelnen Nutzer limitiert sind. Dauerhaft hilft hier nur: Entweder ein Open-Source-System selbst hosten (Serverkosten einplanen) oder direkt ein günstiges Einstiegspaket einer kommerziellen Software buchen.

Die größte Falle bei Gratis-Cloudtools schnappt beim Datenexport zu: Die 2.000 Artikel per CSV reinzukriegen ist meist kein Problem, aber sobald man Backups ziehen, Daten exportieren oder Etiketten drucken will, landet man hinter einer Paywall. Ein Open-Source-System lokal aufzusetzen klingt erst mal gut, aber wenn Datenbanken abstürzen, bei Stromausfall Daten futsch sind oder Updates anstehen, zahlt man am Ende mehr drauf als für ein Abo.

Für den Umstieg würde ich so vorgehen: Zuerst die aktuelle Tabelle sauber aufräumen. Eindeutiger Barcode, Artikelname, Warengruppe, Regalplatz, EK-Preis, MwSt.-Satz und Mindestbestand müssen pro Artikel stimmen. Wenn technisches Know-how fehlt, spart euch den Frust mit Open-Source-Frickelei. Eine günstige Cloudlösung für 25–40 Euro im Monat, die direkt an die spanischen Steuervorgaben und Rechnungsregeln angepasst ist, hat die 1.400 Euro Inventurdifferenz aus dem Vormonat ruckzuck wieder reingeholt.

IIrmak Ö***Teilnehmer
Funktion
Inhaber
Branche
Sicherheitsdienste
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
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Apr. 2023
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53
#3

Auf keinen Fall die Tabelle unüberlegt in irgendein Programm kippen. Zuerst doppelte Barcodes und versehentliche Leerzeichen rausfiltern. Statt ewig nach Gratis-Tools zu suchen, lieber bei Standardprogrammen mit Testphase prüfen, wie schnell der CSV-Import klappt. Vor dem großen Rollout erst mal mit 20 Testartikeln ein paar Verkäufe durchspielen.

GGökhan G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Nov. 2022
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223
#4

Kostenlose Programme fesseln einen meist genau dann, wenn der Laden anzieht. Man pflegt mühsam 2.000 Artikel ein und nach vier Monaten heißt es: Barcode-Historie oder zweiter User nur im Pro-Tarif. Die 40 Stunden die man mit Einrichten und Bugfixing bei Gratis-Tools verballert, sind teurer als ein ganzes Jahresabo.

EEsra A***Teilnehmer
Funktion
Techniker im Kundendienst
Branche
Gesundheitswesen
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Dez. 2025
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9
#5

Wir haben in Valencia mit 1.800 Artikeln eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht. Hatten erst ein kostenloses Open-Source-System ausprobiert, aber als im lokalen Netzwerk zwei Kassen gleichzeitig denselben Artikel verkauft haben, ging der Bestand ins Minus. Letztlich sind wir auf ein Cloud-System für 35 Euro im Monat umgestiegen; unsere Inventurzeit ist von wöchentlich 6 Stunden auf 1 Stunde gesunken.

MMustafa A***Teilnehmer
Funktion
Regionalleiter
Branche
papier
Organisationsform
Genossenschaft
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März 2023
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37
#6

Damit Sie bei der Datenübernahme keine bösen Überraschungen erleben, halten Sie sich am besten an diese drei Punkte: 1) Produktvarianten immer als eigene Zeile und mit eigener Artikelnummer anlegen. 2) Meldebestände direkt zu Beginn pflegen, damit das System automatische Bestelllisten generieren kann. 3) KDV-Sätze fest mit der Artikelkarte verknüpfen, bloß nicht beim Kassieren manuell eingeben.

HHavva O***Experte
Funktion
Marketing Manager
Branche
bauwesen
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
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Nov. 2023
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230
#7

Da an zwei Kassen gleichzeitig gearbeitet wird, stoßen einfache, dateibasierte kostenlose Desktop-Lösungen schnell an ihre Grenzen und schmieren ab. Es braucht mindestens ein System auf Basis einer relationalen Datenbank mit Locking auf Transaktionsebene. Cloud-Lösungen sind im Ladenbetrieb wesentlich stabiler, weil sie die Datenkonsistenz zentral verwalten.

LLevent B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2025
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186
#8

Als ich meinen ersten Laden aufgemacht habe, wollte ich Geld sparen und hab irgendeine Community-Software aus dem Netz installiert. Im Sommer zur Stoßzeit hat sich das System komplett aufgehängt, die Schlange stand bis auf die Straße. Wir konnten nicht kassieren, die Kunden haben das Zeug einfach auf der Theke liegen lassen und sind gegangen. An dem Tag hab ich kapiert: Die Warenwirtschaft ist die allerletzte Ecke, an der man sparen sollte.

SSelin T***Teilnehmer
Funktion
Praktikant
Branche
Logistik
Organisationsform
Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
Beigetreten
Sept. 2022
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2

Doki · Unternehmenswebsite · 2023

#9

haben auch erst mit tabellen angefangen aber irgendwann war nur noch chaos. bei zwei kassen könnt ihr kostenlos echt vergessen. 30 euro im monat sind als betriebskosten doch nix, die ruhe an der kasse ist es absolut wert.

HHande A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2023
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377
#10

Ich habe mich lange damit beschäftigt. Kein Prozess ohne Dokumentation verbessert sich, weil man nicht weiß, was man verbessern soll.

ZZeynep Z***Teilnehmer
Funktion
Kundenservice-Mitarbeiter
Branche
Recht
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
Beigetreten
Jan. 2023
Nachricht
1
#11

meine Frage klingt vielleicht etwas naiv, entschuldigt bitte dann wenn du das nicht von Anfang an schriftlich festhältst gibt es später Streit.

schreibt mir, wenn ihr Fragen habt ich antworte so gut ich kann.

ÜÜmit K***Teilnehmer
Funktion
Operations Manager
Branche
Schmuck
Organisationsform
Unternehmen innerhalb eines Konzerns
Beigetreten
Mai 2022
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406
#12

Ich probiere es aus.

RRamazan A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2023
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34
#13

Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Scheut euch nicht zu fragen, wer nicht fragt, zahlt am Ende mehr.

Schreibt mir, wenn ihr Fragen habt, ich antworte so gut ich kann.

TTaner B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2023
Nachricht
4
#14

Ich habe mich lange damit beschäftigt. Überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

RRabia B***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2025
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232
#15

Es gibt auch noch die Mess-Seite. Das allein zu versuchen ist der teuerste Weg.

Wenn ihr das Ergebnis hier postet, hilft es auch anderen.

HHasan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
Nachricht
221
#16

Nach diesem Erlebnis hat sich meine Sichtweise geändert. halt schreibe bei Entscheidungen auch das Worst-Case-Szenario auf, nicht nur das Beste.

Wenn es jemand anders macht würde mich das auch interessieren.

ZZerrin S***Teilnehmer
Funktion
Qualitätsmanager
Branche
Versicherungswesen
Organisationsform
Filialkette
Beigetreten
Juni 2024
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388

Doki · Backup-Einrichtung · 2025

#17

Danke, genau die Antwort, die ich gesucht habe. Das günstigste Angebot ist oft das am wenigsten durchdachte.

Wenn ihr das Ergebnis hier postet, hilft es auch anderen.

KKübra E***Teilnehmer
Funktion
Logistikplanung
Branche
leder
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
März 2025
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46
#18

Hier habe ich einen Einwand. Je schwerer es ist, eine Entscheidung rückgängig zu machen, desto langsamer solltet ihr sie treffen.

Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

BBurak K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2022
Nachricht
48
#19

Das habe ich auch erlebt.

FFatma U***Teilnehmer
Funktion
Bauleiter
Branche
Sport & Fitness
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
Beigetreten
Jan. 2025
Nachricht
96
#20

Die Diskussion ist abgeschweift ich fasse mal zusammen. Wenn der Umfang wächst, müssen entweder Zeit oder Budget wachsen. Eine dritte Option gibt es nicht.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

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