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Wir bauen unsere erste App: Welche Software zur Entwicklung von Mobil-Apps sollten wir vor den Angeboten wählen?

İİsmailTeilnehmer
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Systemadministrator
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Dez. 2023
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128
#1

Wir betreiben in Chicago einen lokalen Lebensmittelgroßhandel und Lieferdienst mit 14 Mitarbeitern. Damit unsere Kunden ihre wöchentlichen Bestellungen unkompliziert aufgeben, den Lieferstatus live verfolgen und vergangene Rechnungen einsehen können, wollen wir erstmals eine eigene Mobil-App entwickeln lassen. Für das Projekt haben wir insgesamt rund 30.000 Dollar eingeplant.

Die erste Agentur meinte direkt, man müsse für iOS und Android jeweils komplett getrennt nativ programmieren, und hat mal eben einen Richtwert von 55.000 Dollar in den Raum gestellt. Die zweite Agentur wiederum meinte, mit einem Cross-Platform-Framework auf einer gemeinsamen Codebasis bekäme man das locker für 24.000 Dollar hin. Bevor wir jetzt feste Angebote einholen, blicken wir technisch noch nicht ganz durch, welche Software zur Entwicklung von Mobil-Apps oder welches Architekturmodell hier wirklich Sinn ergibt.

Welche Kriterien für die Technologieauswahl sollten für einen kleineren Betrieb mit rein operativem Tagesgeschäft wie uns gelten? Was genau sollten wir die Agenturen beim Erstgespräch fragen, um zu durchschauen, warum sie auf welchen Software-Unterbau setzen?

AAslı K***ExperteCommunity-Mitglied
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Okt. 2022
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91
Nützlichste Antwort#2

Kurz gesagt: Für eine B2B-Bestell- und Tracking-App in eurer Größenordnung sind zwei getrennte native Codebases budget- und wartungstechnisch völlig überdimensioniert. Ihr solltet auf ein modernes Cross-Platform-Framework setzen, das aus einer einzigen Codebasis sowohl iOS als auch Android ausspuckt. Das halbiert eure initialen Kosten nahezu und macht künftige Updates doppelt so schnell.

Klärt vor den Agenturterminen genau, wie tief die App auf die Gerätehardware zugreifen muss. Wenn ihr keine rechenintensiven 3D-Grafiken, extrem komplexen Bluetooth-Kopplungen oder Bildverarbeitung im Mikrosekundenbereich braucht, bringt nativer Code im Betriebsalltag null Mehrwert. B2B-Bestellungen, Formulare, Push-Mitteilungen und Live-Fahrer-Tracking auf der Karte laufen auf aktuellen Cross-Platform-Umgebungen absolut verlustfrei.

Stellt den Agenturen beim Angebot diese vier konkreten Fragen: 1) Baut ihr das Projekt auf einem gängigen Open-Source-Cross-Platform-Framework auf oder nutzt ihr ein proprietäres Agentur-Template? 2) Werden der Quellcode, die Store-Accounts und die Build-Pipelines komplett auf unseren Firmennamen eingerichtet? 3) Wie berechnet ihr die Wartungskosten bei den zwei jährlichen großen Betriebssystem-Updates? 4) Erhalten wir eine branchenübliche Dokumentation, falls wir die Codebasis später an andere Entwickler übergeben müssen?

Der größte Fehler kleinerer Unternehmen ist, sich in die eine Technologie reinquatschen zu lassen, die die Agentur halt zufällig intern beherrscht. Besteht auf einem etablierten Multi-Plattform-Framework, für das man am Markt problemlos freie Entwickler findet, das sauber dokumentiert ist und hinter dem eine riesige globale Community steht.

IIrmak V***Teilnehmer
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Finanzbuchhaltung
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E-Commerce
Organisationsform
Unternehmen innerhalb eines Konzerns
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Feb. 2025
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312
#3

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie tief man ins Betriebssystem greifen muss. Native Sprachen holen das Maximum aus CPU und RAM raus, aber für eine simple Bestell-App braucht man das schlichtweg nicht. Moderne Cross-Platform-Frameworks steuern native UI-Komponenten direkt über Brückenarchitekturen an. Spürbare Leistungseinbußen gibt es da praktisch nicht mehr.

MMeryem K***Teilnehmer
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Grafikdesigner
Branche
leder
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Familienunternehmen
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Juli 2025
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417
#4

Haben letztes Jahr in Texas eine ganz ähnliche B2B-Großhandels-App bauen lassen. Sind auf Cross-Platform gegangen und haben unterm Strich 22.500 Dollar gezahlt. Wir rollen Updates für beide Plattformen immer in einem Rutsch aus. Server und routinemäßige Library-Updates kosten uns aktuell gerade mal um die 210 Dollar im Monat.

GGökhan G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Nov. 2022
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223
#5

Lasst bloß die Finger von Agenturen, die mit Sprüchen kommen wie "Wir haben da ein fertiges Enterprise-Framework, da setzen wir einfach euer Design drauf". Meistens versuchen die nur, ihren alten, proprietären Kram aus früheren Projekten weiterzudrehen. Sobald ihr euch von der Agentur trennt ist das System Schrott weil kein externer Dev den Code auch nur mit der Kneifzange anfassen will.

NNecati E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Jan. 2024
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3
#6

Schreibt euch drei verbindliche Klauseln ins Lastenheft: 1) Vollständige Übergabe des Quellcodes über offizielle Git-Repositories an euer Unternehmen. 2) Entwicklerkonten in den App Stores laufen direkt über eure juristische Person. 3) Aushändigung einer sauberen Liste aller technischen Abhängigkeiten inklusive Bibliotheksversionen.

GGizem U***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Okt. 2023
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55
#7

wir stehen demnächst vor genau derselben Entscheidung. halt gibt es bei einer gemeinsamen Codebasis eigentlich Verzögerungen oder Ablehnungsrisiken beim Review in den Stores von Apple oder Google? machen die Richtlinien da Probleme?

OOrhan A***Teilnehmer
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Test-Spezialist
Branche
Software
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
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Jan. 2024
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2
#8

Bei den Store-Reviews zählt die Funktionalität und Qualität der App nicht die Programmiersprache. Die Stores prüfen Datenschutz, Nutzerbedingungen, Login-Abläufe und Design-Guidelines. Womit das Ganze kompiliert wurde, ist für eine Zulassung völlig egal, solange die Vorgaben eingehalten werden – das Prüfverfahren ist in beiden Ökosystemen exakt dasselbe.

YYavuz T***Experte
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Vertriebsleiter
Branche
Sport & Fitness
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Betrieb mit zwei Filialen
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Juli 2025
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96

Doki · E-Commerce-Infrastruktur · 2023

#9

Verratet bei den Erstgesprächen bloß nicht sofort euer Maximalbudget von 30.000 Dollar. Zeigt ihnen erst mal nur die Klickpfade und welche APIs angebunden werden müssen. Verlangt von jedem Anbieter eine schriftliche Begründung für die gewählte Entwicklungsumgebung – wer das nicht technisch sauber begründen kann fliegt direkt raus.

BBurak B***Veteran
Funktion
Softwareentwickler
Branche
Druckerei
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
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März 2023
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252
#10

packt in Version 1 bloß nicht zu viel rein und warenkorb abschicken Rechnung runterladen, fertig... jedes Extra-Feature sorgt auf beiden Systemen nur für Bugs und treibt die Agenturstunden unnötig in die Höhe.

NNeslihan Y***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Werbung und Marketing
Organisationsform
Familienunternehmen
Beigetreten
Okt. 2024
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307
#11

Gut gemacht.

KKadir K***VeteranCommunity-Mitglied
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März 2023
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212
#12

Das habe ich auch erlebt. Schreibe bei Entscheidungen auch das Worst-Case-Szenario auf, nicht nur das Beste.

RRabia B***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2025
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232
#13

Ich hätte eine Frage, möchte aber nicht vom Thema abschweifen. Lösungen die im kleinen Maßstab funktionieren, brechen bei Wachstum zusammen das habe ich spät gelernt.

Wenn wir ohne Messung entscheiden, landen wir immer wieder am selben Punkt. Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht dass es absolut richtig ist.

JJale B***Teilnehmer
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Vorstandsmitglied
Branche
Werbung und Marketing
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Apr. 2026
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291
#14

Ich stimme zu, möchte das sogar besonders betonen. Die Antwort hängt stark von der Branche ab, es gibt keine allgemeine Regel.

Schreibt mir, wenn ihr Fragen habt, ich antworte so gut ich kann.

MMert E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Sept. 2024
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28
#15

der am häufigsten übersehene Punkt bei Software zur Entwicklung von Mobil-Apps ist dieser: Wenn ihr es zum ersten Mal macht, fangt klein an die Skalieerung kommt später.

das war's entschuldige, wenn ich zu lang war.

SSevimNeues Mitglied
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Blumengeschäft
Beigetreten
Nov. 2024
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26
#16

Bei uns war es so. Das günstigste Angebot ist oft das am wenigsten durchdachte.

Das ist meine Meinung ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

LLale G***Teilnehmer
Funktion
Call-Center-Agent
Branche
glas
Organisationsform
Filialkette
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Feb. 2024
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172

Doki · E-Commerce-Infrastruktur · 2025

#17

So klar geschriebene Texte sind selten.

ÖÖmer Ş***Teilnehmer
Funktion
Projektmanager
Branche
Software
Organisationsform
Filialkette
Beigetreten
Feb. 2025
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179

Doki · Markenidentität · 2025

#18

Ich probiere es aus. Fehler auf der Software zur Entwicklung von Mobil-Apps-Seite sind meist rückgängig zu machen, aber teuer.

Das günstigste Angebot ist oft das am wenigsten durchdachte. Das war's, entschuldige, wenn ich zu lang war.

EEmre Ö***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
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4
#19

Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen.

FFurkan K***Experte
Funktion
Datenerfasser
Branche
Möbelproduktion
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
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Feb. 2025
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64
#20

Du hast recht, ich bin denselben Weg gegangen. Wenn du das nicht von Anfang an schriftlich festhältst, gibt es später Streit.

Nur als Notiz, könnte nützlich sein.

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