Wir bieten B2B-Softwarelösungen für Logistikagenturen in den USA an. Unser monolithisches Kernsystem wurde 2014 entwickelt und ist über die Jahre durch ständige Erweiterungen gewachsen. Täglich loggen sich etwa 1.200 aktive Firmenkunden ein und erfassen Daten. Das System ist mittlerweile extrem wartungsintensiv – selbst eine simple Anpassung an der Rechnungslogik führt an unerwarteten Stellen zu Fehlern. Deshalb haben wir ein Budget von 70.000 Dollar eingeplant, um das Ganze von Grund auf mit einer modernen Infrastruktur neu aufzusetzen.
Unser neuer Senior-Entwickler drängt vehement darauf, die Architektur zwingend in Microservices aufzuteilen: separate Services für Authentifizierung, Abrechnung, operatives Geschäft und Reporting. Allerdings besteht unser Team nur aus 3 Entwicklern und wir haben intern keinen dedizierten Cloud- oder DevOps-Spezialisten.
Ist der Microservice-Ansatz bei einem System dieser Größenordnung und einem Dreierteam wirklich sinnvoll oder laden wir uns damit einen operativen Aufwand auf, den wir gar nicht stemmen können? Worauf sollten wir bei der Modernisierung unseres Altsystems setzen: Microservices oder ein sauberer Monolith?