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Kostenloses Website-Hosting für kleine Betriebe: Sinnvoll oder rächt sich das später?

ZZehra B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Juni 2024
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76
#1

Ich betreibe zusammen mit zwei Partnern in Berlin einen kleinen Reinigungs- und Büroservice. Unsere Kunden sind überwiegend lokale Unternehmen, Termine machen wir meist per Telefon oder über ein Formular aus. Bisher hat uns eine ganz schlichte Web-Visitenkarte völlig gereicht.

Ein Bekannter meinte nun, wir könnten unsere Website auf Plattformen hosten, die komplett kostenloses Webhosting anbieten, und uns so die jährlichen Hostinggebühren sparen. Eigentlich hatten wir für Server und Hosting so 120-150 EUR im Jahr eingeplant. Kosten zu drücken klang im ersten Moment natürlich verlockend.

Allerdings kann ich die Haken bei solchen Null-Euro-Lösungen nicht wirklich einschätzen. Welche Risiken gibt es bezüglich Domain-Inhaberschaft Performance und der Möglichkeit, die Seite später umzuziehen? Spart man da am Ende wirklich Geld, oder zahlt man später doppelt und dreifach drauf?

HHilal Ö***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Tourismus
Organisationsform
Boutique-Agentur
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Apr. 2024
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215
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Für einen gewerblichen Betrieb ist kostenloses Hosting absolut nicht sinnvoll und treibt die Kosten langfristig nur in die Höhe. Was auf dem Papier nach null Euro aussieht, kostet Sie am Ende Kunden und Reputation – durch fehlende Rechte an der Domain, Zwangswerbung, miese Ladezeiten und Steine die man Ihnen beim Umzug in den Weg legt.

Das Geschäftsmodell von Free-Hostern bringt handfeste Risiken mit sich: 1) Abhängigkeit bei der Domain: Die meisten Gratistarife erlauben keine eigene Domain (beispiel.de), sondern verpassen Ihnen unprofessionelle Subdomains wie firmenname.anbieter.com. Wollen Sie die eigene Domain dann doch aufschalten, verlangt man plötzlich Abopreise, die teurer sind als reguläre Webhoster. 2) Fremdwerbung: Oben oder unten auf der Seite wird Werbung eingeblendet, auf die Sie null Einfluss haben – bei potenziellen B2B-Kunden ist das Vertrauen damit sofort dahin.

Dazu kommen massive technische und rechtliche Risiken. Die Bandbreite wird gedrosselt, die Seite ist ständig down, und es gibt weder Backups noch einen Support (SLA). Da Sie in Deutschland tätig sind, bekommen Sie keinen AVV und wo die Server überhaupt stehen weiß kein Mensch. Für 40-70 EUR im Jahr bekommen Sie solide, lokale Hosting-Pakete und haben absolute Ruhe.

FFeyza T***Teilnehmer
Funktion
Klinikleiter
Branche
Maschinenbau
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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März 2023
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136
#3

Wenn du für das Produkt nichts zahlst, bist du selbst das Produkt. Einem Kunden eine lahme Website mit Fremdwerbung vorzusetzen ist keine Ersparnis sondern vergrault schlicht Aufträge.

BBora T***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Jan. 2026
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115
#4

Wir wollten im ersten Jahr auch 6 EUR im Monat sparen und sind auf so einer Gratis-Plattform gelandet. Als wir im zweiten Jahr auf die eigene Domain umziehen und die Daten mitnehmen wollten: Pustekuchen, keine Export-Funktion. Durften dann dem Webdesigner 450 EUR zahlen, um die Seite komplett neu aufzubauen.

SSultan T***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Versicherungswesen
Organisationsform
Team mit 8 Personen
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Nov. 2024
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19
#5

Klar, wer technisch fit ist, baut sich eine statische HTML-Seite und hostet sie für lau auf Entwickler-Plattformen. Aber im Reinigungs- und Dienstleistungsbereich braucht ihr ein CMS, Mailpostfächer und funktionierende Formulare. Bei Free-Hostern kriegt ihr meist nicht mal eine ordentliche Firmen-E-Mail-Adresse.

LLeyla Ö***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Feb. 2025
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38
#6

Wenn es dir egal ist, dass ein B2B-Kunde beim Anfragen eines Büroreinigungs-Angebots mit Bannern für Sportwetten oder Abnehmtees begrüßt wird, kann man das natürlich machen.

TTuğçe M***Teilnehmer
Funktion
Operations Manager
Branche
Logistik
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
Beigetreten
Jan. 2023
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362
#7

Registriert eure Domain auf jeden Fall unabhängig und direkt auf euren Namen bei einem Registrar. Kostet 10-15 EUR im Jahr. Dazu ein separates Webhosting für um die 50 EUR jährlich. Wenn ihr unzufrieden seid zieht ihr die Domain an einem Nachmittag zu einem anderen Anbieter um.

GGamze E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2022
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248
#8

Ihr habt doch eh schon 120 EUR Budget eingeplant warum da jetzt Experimente wagen? übrigens das sind 10 EUR im Monat, nicht mal ein Mittagessen. Dass ihr euch mit den Partnern keinen Kopf machen müsst und die Seite nachts nicht abschmiert ist das Geld allemal wert.

KKemal Ö***Teilnehmer
Funktion
Mitgründer
Branche
Reinigungsdienstleistungen
Organisationsform
Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
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Okt. 2023
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28
#9

Der kritischste Punkt, der hier übersehen wird, sind Firmenreputation und Mail-Zustellbarkeit. Die IP-Bereiche von Free-Hostern stehen meistens auf Blacklists. Wenn ihr von da aus Angebotsschreiben an eure Kunden schickt, landen die direkt im Spam-Ordner – und ihr müsst dann hinterhertelefonieren, ob das Angebot überhaupt angekommen ist.

UUfuk S***Teilnehmer
Funktion
Finanzbuchhaltung
Branche
Landwirtschaft
Organisationsform
Genossenschaft
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Juni 2022
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74

Doki · Incident-Response-Support · 2025

#10

Bei uns war es so. Menschen verteidigen nicht den Prozess, sondern die Gewohnheit. Der Widerstand kommt daher.

Fehler auf der kostenloses website hosting-Seite sind meist rückgängig zu machen, aber teuer.

İİbrahim S***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2026
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20
#11

Da ist mir noch ein Punkt unklar. Bei uns war der größte Zeitfresser die Unklarheit darüber, wer entscheidet.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

KKaan D***Teilnehmer
Funktion
Sekretärin
Branche
Bildung
Organisationsform
Werkstatt
Beigetreten
Juli 2024
Nachricht
2
#12

Ich hätte eine Frage, möchte aber nicht vom Thema abschweifen. Ein wöchentlicher schriftlicher Fortschrittsbericht ist viel nützlicher als ständiges Nachfragen nach dem Status.

Wenn du das nicht von Anfang an schriftlich festhältst, gibt es später Streit. Wenn deine Situation anders ist, ändert sich das natürlich.

SSena K***Teilnehmer
Funktion
Buchhalter
Branche
Medien und Verlagswesen
Organisationsform
Boutique-Agentur
Beigetreten
Feb. 2025
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2
#13

Hier lauert eine Falle, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Nach der Übergabe lebt das System weiter; Wartung ist ein separater Posten.

Aus Erfahrung weiß ich das.

TTuğçe K***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Sept. 2026
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310
#14

Bei mir war es genau umgekehrt, deshalb schreibe ich das. Nur weil alle es tun, heißt es nicht, dass es richtig ist.

TTülay E***Veteran
Funktion
Buchhalter
Branche
Transport
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
Beigetreten
Sept. 2023
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97

Doki · Unternehmenswebsite · 2026

#15

Ich habe mich lange damit beschäftigt. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern worauf sie sich bezieht.

Das allein zu versuchen, ist der teuerste Weg. Wenn deine Situation anders ist, ändert sich das natürlich.

OOsman E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2024
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401
#16

Du hast recht. Nach der Übergabe lebt das System weiter; Wartung ist ein separater Posten.

Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

FFurkan M***Teilnehmer
Funktion
Produktmanager
Branche
bauwesen
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
Dez. 2024
Nachricht
20
#17

ich würde mich freuen, wenn du das Ergebnis postest.

SSultan B***Teilnehmer
Funktion
Finanzbuchhaltung
Branche
Sicherheitsdienste
Organisationsform
Team mit 8 Personen
Beigetreten
Feb. 2025
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23
#18

Ich fasse das Thema mal zusammen, da es mehrere unterschiedliche Antworten gab. Menschen verteidigen nicht den Prozess, sondern die Gewohnheit. Der Widerstand kommt daher.

MMert B***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Sept. 2024
Nachricht
129
#19

Richtig.

EEsra S***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2026
Nachricht
367
#20

Ich möchte etwas fragen. Ein wöchentlicher schriftlicher Fortschrittsbericht ist viel nützlicher als ständiges Nachfragen nach dem Status.

Das war's, entschuldige, wenn ich zu lang war.

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