Kurze Antwort: Ein Kundenportal ist eine geschützte Self-Service-Webplattform, auf der sich Ihre Händler oder Geschäftskunden mit eigenen Zugangsdaten einloggen, um Bestellungen aufzugeben, Kontostände einzusehen sowie Rechnungen und Produktdatenblätter herunterzuladen. Im Unterschied zu einer normalen Website ist das Portal nicht öffentlich zugänglich; im Unterschied zu Ihrer Buchhaltungssoftware bietet es eine abgespeckte externe Oberfläche, über die der Händler ausschließlich die eigenen Daten sieht.
Bei 42 Händlern alles über WhatsApp und Telefon abzuwickeln, ist extrem fehleranfällig. Wenn eine einzige Fehllieferung schon 35.000 TL Schaden verursacht, ist ein Kundenportal kein Luxus, sondern schlicht eine betriebliche Notwendigkeit. Im Regelbetrieb läuft das so ab: 1) Der Händler loggt sich ein, sieht Live-Bestände sowie seine individuellen Händlerrabatte und packt die Bestellung in den Warenkorb. 2) Die Bestellung landet direkt in der Freigabeschleife, wodurch Zahlendreher aus WhatsApp-Nachrichten komplett entfallen. 3) Der Händler zieht sich alte Rechnungen, Zahlungsfristen und aktuelle Kontoauszüge direkt aus dem System, ohne die Buchhaltung anrufen zu müssen.
Worauf Sie bei der Investition zwingend achten müssen: Ist das Portal bidirektional an Ihre Buchhaltung oder Ihr ERP-System angebunden? Wenn Ihre Mitarbeiter die Bestellungen oder Bestände am Ende wieder manuell abtippen müssen, nimmt Ihnen das System kaum Arbeit ab. Ein Budget von 140.000 TL ist bei voller Integration und einer mobilfreundlichen, schlanken Oberfläche für 42 Händler absolut vertretbar und amortisiert sich durch die betriebliche Zeitersparnis meist innerhalb eines Jahres.