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Kostenlose Mahnwesen-Software: Lohnt sich das bei 20 säumigen Kunden?

HHavva M***Experte
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Finanzbuchhaltung
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Medien und Verlagswesen
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Filialkette
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Sept. 2022
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197
#1

Wir sind ein Reinigungs- und technischer Wartungsbetrieb mit 5 Mitarbeitern im Pariser Umland. In den letzten sechs Monaten ist unser Cashflow massiv ins Stocken geraten; aktuell haben wir bei 20 verschiedenen Firmenkunden offene Forderungen von insgesamt 28.000 EUR. Die Rechnungen sind zwischen 25 und 95 Tagen überfällig. Bisher habe ich das Mahnwesen über eine einfache Excel-Tabelle gemacht, aber wegen der Arbeit vor Ort und der Angebotserstellung bleiben Anrufe und Mails ständig liegen.

Ich sehe am Markt diverse Cloud-Tools für Rechnungserinnerungen und Forderungsmanagement, die einen kostenlosen Einstiegstarif anbieten. Bringt so eine kostenlose Software für 20 offene Fälle in der Praxis wirklich was, oder werden automatisierte Mahnungen von B2B-Kunden einfach ignoriert?

Noch wichtiger: Bis zu welchem Punkt erinnert man freundlich per Software und ab wann leitet man in Frankreich die offizielle Mahnung (mise en demeure) oder den Weg über den Gerichtsvollzieher (commissaire de justice) ein? Freue mich über eure Erfahrungen.

BBeren B***Teilnehmer
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Netzwerkadministrator
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energie
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mittelständisches Unternehmen
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Dez. 2023
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14
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Für deine 28.000 EUR an offenen Forderungen bringt eine kostenlose Software am Anfang erst mal Ordnung rein, aber Kunden mit mehr als 60 Tagen Verzug kriegst du damit allein nicht gelöst. Diese Tools holen gutgläubige Kunden, die es schlicht vergessen haben, schnell zur Zahlung, kosten bei Schuldnern mit Liquiditätsproblemen oder böser Absicht aber nur wertvolle Zeit.

Für den Ablauf empfiehlt sich dieser 3-Schritte-Plan: 1) Bis 30 Tage Verzug die automatischen Mail- und SMS-Erinnerungen der Software nutzen; unbedingt Rechnungskopie und Zahlungslink mitsenden. 2) Bei 30 bis 60 Tagen Verzug die Automatisierung stoppen, direkt die zuständige Person anrufen und einen schriftlichen Zahlungsplan verlangen. 3) Ab 60 Tagen Verzug ohne Kontakt eine offizielle Mahnung verschicken.

In Frankreich hast du bei B2B-Forderungen Anspruch auf gesetzliche Verzugszinsen plus 40 EUR Pauschale für Betreibungskosten pro Rechnung. Führ diesen Anspruch und eine fixe Zahlungsfrist von 8 Tagen in der Mahnung klar auf. Kommt danach immer noch kein Geld, übergibst du die Sache an einen Gerichtsvollzieher zur außergerichtlichen Einigung oder beantragst direkt einen Mahnbescheid. Die kostenlose Software deckt nur die ersten 45 Tage ab, danach hilft nur noch rechtliche Härte.

ÖÖzge E***Teilnehmer
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Vertriebsleiter
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Werkstatt
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Juni 2023
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50

Doki · Markenidentität · 2023

#3

Bin seit Jahren im Dienstleistungssektor: Wer seinen Außenständen nicht hinterherrennt, geht unter. 20 Kunden sind eine kritische Schwelle, händisch per Tabelle geht das nicht mehr. Der größte Vorteil der Software ist, dass die Emotionen raus sind. Das System erinnert pünktlich und du musst dich nicht komisch dabei fühlen.

NNazlı E***Teilnehmer
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Software-Teamleiter
Branche
Sport & Fitness
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Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Mai 2024
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19
#4

Wir hatten eine ganz ähnliche Lage mit 18 offenen Rechnungen und rund 22.000 EUR. Haben ein kostenloses Tool eingerichtet und mehrstufige automatische Mails gestartet. In den ersten zwei Wochen haben 9 Kunden insgesamt 11.500 EUR überwiesen – die Rechnungen lagen schlicht in der Buchhaltung rum. Bei den restlichen 9 mussten wir dann allerdings telefonieren.

UUfuk B***Teilnehmer
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Außendienstmitarbeiter
Branche
papier
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Filialkette
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Nov. 2024
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2
#5

Nicht lange fackeln, trag die 20 Rechnungen noch heute in einen kostenlosen Account ein. Erste Vorlage als „Erinnerung Fälligkeit“, zweite als „Zahlungsverzug“. Wirst sehen, innerhalb von 48 Stunden erledigen sich 5-6 Rechnungen von selbst. Dann hast du den Kopf frei für die harten Fälle.

İİbrahim G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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März 2024
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3
#6

Automatisierung juckt niemanden, der 90 Tage drüber ist. Sobald der Buchhalter sieht, dass das eine automatische Mail ist, denkt der sich „macht eh das System, da steht kein Anwalt hinter“ und schiebt dich ganz nach unten. Bei 60 Tagen Verzug und 28.000 EUR noch auf Mails zu hoffen, spielt nur dem Schuldner in die Karten.

AAycan T***Teilnehmer
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Datenerfasser
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leder
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Boutique-Agentur
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Apr. 2023
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334
#7

Die Grundregel beim Mahnwesen ist simpel: 1) 3 Tage vor Fälligkeit freundliche Erinnerung, 2) Am Tag nach Fälligkeit Verzugshinweis, 3) An Tag 15 telefonisch nachhaken, 4) An Tag 45 offizielle Mahnung per Einschreiben. Punkt 1 und 2 regelt die Software perfekt, Punkt 3 und 4 musst du selbst machen.

LLale T***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Nov. 2023
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7
#8

bevor du die software anwirfst ruf die buchhaltung lieber einmal direkt auf dem handy an aber oft hängt die rechnung nur bei der freigabe oder ne bestellnummer fehlt, das löst kein tool der welt. aber die 20 dinger mal übersichtlich auf dem schirm zu haben hilft schoon enorm.

Edit: Ich habe oben etwas falsch geschrieben, entschuldigung.

TTuba E***Experte
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Datenschutzberater
Beigetreten
Okt. 2023
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158

Doki · Backup-Einrichtung · 2024

#9

Nach französischem Handelsrecht beträgt das Zahlungsziel im B2B-Bereich maximal 60 Tage ab Rechnungsdatum, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart wurde. Dass Verzugszinsen und Pauschale bereits auf der Rechnung ausgewiesen sind, verschafft Ihnen beim offiziellen Mahnverfahren eine sehr solide Ausgangslage.

DDoruk K***Experte
Funktion
Qualitätsmanager
Branche
bauwesen
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Feb. 2024
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28
#10

Arbeitet ihr für diese 20 Kunden aktuell weiter? Falls ja: Wie wirken sich die harten Mahnungen aus der Software auf die Kundenbeziehung aus? Habt ihr euch vertraglich ein Leistungsverweigerungsrecht für Neugeschäft gesichert?

NNecati B***Experte
Funktion
Logistikplanung
Branche
Sport & Fitness
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Unternehmen innerhalb eines Konzerns
Beigetreten
Feb. 2026
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31
#11

Mich interessiert das auch.

MMehmet B***Teilnehmer
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Kundenservice-Mitarbeiter
Branche
bauwesen
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
Beigetreten
Nov. 2023
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7

Doki · Schwachstellenscan · 2023

#12

Lasst uns die Begriffe trennen, sie werden oft verwechselt. Nur weil alle es tun, heißt es nicht, dass es richtig ist.

Wenn du das nicht von Anfang an schriftlich festhältst, gibt es später Streit.

EElif B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2025
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1
#13

die obige Antwort bringt es auf den Punkt. wenn ihr es zum ersten Mal macht, fangt klin an die Skalierung kommt später.

ich hoffe das hilft dir weiter.

LLevent Y***VeteranCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2023
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128
#14

Ich erkläre mal die technische Seite. Schaut zuerst welche Daten ihr bei der Entscheidungsfindung zur Hand habt.

VVildan A***Teilnehmer
Funktion
IT-Sicherheitsexperte
Branche
Landwirtschaft
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
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Juli 2023
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114
#15

Ich habe mich lange damit beschäftigt. Wenn man versucht, alles gleichzeitig zu ändern, etabliert sich nichts richtig.

Aus Erfahrung weiß ich das.

TTaner O***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Sept. 2022
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105
#16

Vielen Dank das hat mir sehr geholfen.

YYağmur E***Teilnehmer
Funktion
General Coordinator
Branche
papier
Organisationsform
Unternehmen innerhalb eines Konzerns
Beigetreten
Aug. 2025
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197

Doki · SEO-Beratung · 2026

#17

Gut gemacht. Zwei Wochen Notizen machen liefert bessere Ergebnisse als eine sechsmonatige Schätzung.

Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

AAli D***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Tourismus
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Boutique-Agentur
Beigetreten
Juli 2024
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114
#18

Ich bin in derselben Situation, deshalb frage ich. Scheut euch nicht zu fragen, wer nicht fragt, zahlt am Ende mehr.

Aus Erfahrung weiß ich das.

HHüseyin T***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2025
Nachricht
292
#19

Bei mir war es genau umgekehrt, deshalb schreibe ich das. Jedes „schauen wir uns später an“ in Meetings bedeutet nicht kalkulierte Arbeit.

Aus Erfahrung weiß ich das.

OOsman Ş***Teilnehmer
Funktion
Call-Center-Agent
Branche
Druckerei
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
Feb. 2025
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17
#20

da stimme ich zu dann ein wöchentlicher schriftlicher Fortschrittsbericht ist viel nützlicher als sätndiges Nachfragen nach dem Status.

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