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Unsere Hausverwaltung will eine kostenlose Software — wer macht die Installation, wem gehören die Daten?

RRabia Z***ExperteCommunity-Mitglied
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Mai 2025
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#1

Wir sind im Vorstand der Eigentümergemeinschaft (HOA) einer Anlage mit 42 Einheiten in New Jersey. Unser Jahresbudget für Beiträge und Gemeinschaftsflächenpflege liegt bei etwa 110.000 Dollar. Bisher haben wir alle Beitragsaufzeichnungen, Reparaturanfragen und Sitzungsprotokolle in Dateien auf dem Privatrechner unseres alten Verwalters geführt; als er wegzog, haben wir zwei Monate gebraucht, um die Unterlagen zusammenzusuchen.

Zwei der drei Vorstandsmitglieder wollen auf eine kostenlose Hausverwaltungssoftware umsteigen, die sie im Internet gefunden haben, damit keine Kosten entstehen. Aber wir haben eine tiefe Meinungsverschiedenheit darüber, wer die Installation macht, wer das System aktuell hält und — am wichtigsten — wem das Eigentum an den Identitäts-, Kfz-Kennzeichen- und Finanzzahlungsdaten der Bewohner gehören soll. Keiner von uns im Vorstand ist Entwickler oder Systemadministrator.

Wie planen wir diese Arbeitsverteilung fair in einem ehrenamtlichen Vorstand ohne technisches Wissen? Welche Vorkehrungen müssen wir treffen, damit bei einer kostenlosen Software die Daten nicht verloren gehen, wenn morgen der Vorstand wechselt, und die rechtliche Verantwortung nicht auf eine Person abgewälzt wird?

NNeşe A***Teilnehmer
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Content-Agentur
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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März 2024
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106
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Bei der Wahl einer kostenlosen Software solltet ihr Installation und Dateninhaberschaft nicht an Personen binden sondern an ein institutionelles Konto, das im Namen der Anlage eröffnet wurde. Um in einem Vorstand ohne technisches Personal Nachhaltigkeit zu gewährleisten müsst ihr die Rollen Dateninhaberschaft, operative Dateneingabe und regelmäßige Prüfung auf drei verschiedene Mitglieder verteilen.

Um diesen Prozess zu institutionalisieren, befolgt diese Schritte: 1) Kontoinhaberschaft: Eröffnet das Software-Konto niemals mit der privaten E-Mail-Adresse eines Verwalters. Legt eine allgemeine Verwaltungs-E-Mail für eure Anlage an bewahrt das Login-Passwort in einem gemeinsamen Passwort-Tresor auf. Verifiziert unbedingt in den Nutzungsbedingungen der Software dass eure Daten exportierbar sind und nicht zu kommerziellen Zwecken an Dritte verkauft werden. 2) Aufgabenverteilung: Das erste Mitglied übernimmt die Installation und den ersten Import der Wohnungsliste ins System (dieser Vorgang dauert mit einer Standardvorlage 3-4 Stunden). Das Schatzmeister-Mitglied führt die monatliche Beitragserfassung und die Eingabe der Ausgabenbelege ins System durch.

3) Backup und Prüfung: Das dritte Mitglied lädt jeden ersten Montag im Monat die gesamte Bewohnerliste und alle Finanzbewegungen aus der Software im Tabellenformat herunter und archiviert sie im gemeinsamen Cloud-Ordner der Anlage. 4) Übergabeabsicherung: Damit ihr bei einem Verwaltungswechsel in der nächsten Eigentümerversammlung nicht von Personen abhängig bleibt, unterschreibt ein offizielles Übergabeprotokoll das die Zugangsdaten und das letzte externe Backup enthält. Kostenlose Plattformen können plötzlich schließen oder auf ein kostenpflichtiges Modell umstellen; wenn ihr nicht regelmäßig externe Backups macht, könnt ihr den vergangenen Beitragsrückstand der 42 Wohnungen rechtlich nicht nachweisen.

YYağmur K***Teilnehmer
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Verwaltungsleiter
Branche
E-Commerce
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
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Juli 2022
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1
#3

Als jemand, der jahrelang in Wohnungseigentümer-Vorständen mitgewirkt hat, warne ich euch: Das Einzige, was kostenlos ist, ist das Etikett der Software, die aufgewendete Arbeit und das Risiko sind nicht kostenlos. Bei einem Budget von 110.000 Dollar ist es keine große Ersparnis, statt jährlich 300-400 Dollar für eine offizielle Lösung bereitzustellen, nach kostenlosen Tools zu suchen — verglichen mit den Anwaltskosten, die bei einem Datenverlust morgen anfallen würden.

ZZafer D***Teilnehmer
Funktion
Operations Manager
Branche
Tourismus
Organisationsform
Team mit 8 Personen
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Nov. 2024
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15
#4

Wir haben für unsere Anlage mit 38 Wohnungen eine kostenlose Plattform eingerichtet. Die Ersteinrichtung hat uns 5 Stunden gekostet. Allerdings braucht man jede Woche gut 2 Stunden, um Bewohnern Passwörter zurückzusetzen und Zahlungen zu verbuchen. Dem Vorstandsmitglied, das sich darum kümmert, haben wir per Beschluss der Eigentümerversammlung 50 Dollar monatlichen Hausgeld-Rabatt eingeräumt; so ist es fair geregelt und die Arbeit bleibt nicht liegen.

AAycan T***Teilnehmer
Funktion
Datenerfasser
Branche
leder
Organisationsform
Boutique-Agentur
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Apr. 2023
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334
#5

Für die Datensicherheit solltet ihr folgende drei Regeln per Vorstandsbeschluss festhalten: 1) Bankdaten und Kreditkarteninformationen der Bewohner niemals im kostenlosen System speichern. 2) Die zentrale Admin-E-Mail-Adresse zur Passwort-Wiederherstellung muss im Besitz der Eigentümergemeinschaft liegen, falls der Verwalter wechselt. 3) Am Monatsende immer ein unabhängiges Backup auf ein externes Speichermedium ziehen.

VVolkan C***Teilnehmer
Funktion
Digital-Marketing-Experte
Branche
Reinigungsdienstleistungen
Organisationsform
Familienunternehmen
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Juni 2024
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224

Doki · KVKK-Compliance-Beratung · 2024

#6

Unser alter Verwalter hatte so ein kostenloses System eingerichtet, sich dann mit den Nachbarn verkracht und hingeschmissen. Da der Account mit seiner privaten Handynummer verknüpft war, hat er das Konto einfach gelöscht und der komplette Instandhaltungsverlauf von 3 Jahren war futsch. Wir mussten 6 Monate lang Kontoauszüge wälzen, nur um rauszufinden, welche Wohnung wie viel für die Dachreparatur gezahlt hatte.

SSultan T***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Versicherungswesen
Organisationsform
Team mit 8 Personen
Beigetreten
Nov. 2024
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19
#7

Habt ihr mal das Geschäftsmodell der Firma gecheckt, die diese Software kostenlos anbietet? Niemand zahlt Server- und Wartungskosten aus eigener Tasche. Die meisten kostenlosen Hausverwaltungs-Tools ballern eure Bewohner mit Werbung für Kredite oder Versicherungen zu oder verkaufen deren Kontaktdaten direkt an Marketing-Netzwerke.

TTaner V***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2023
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307
#8

Wenn ihr euch nicht mit komplizierter Software herumschlagen wollt, nutzt das Gratissystem einfach nur für Aushänge und Schadensmeldungen. Die Finanzen und personenbezogenen Daten führt ihr stattdessen weiter in einer verschlüsselten Tabelle auf die nur der Vorstand Zugriff hat; damit haltet ihr euer Haftungsrisiko schon mal deutlich geringer.

KKübraNeues Mitglied
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innenarchitekt
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Sept. 2024
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34
#9

Wie sieht es eigentlich rechtlich aus: Wenn bei so einem kostenlosen Dienst Telefonnummern oder Autokennzeichen der Bewohner geleakt werden, haften dann die Verwalter die die Software ausgesucht haben persönlich dafür oder haftet der Vorstand als Organ bzw... die Eigentümergemeinschaft?

DDamla T***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2023
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95
#10

bei uns im haus hat auch mal ein jüngerer nachbar so ne gratis-software aufgesetzt und ist dann weggezogen. weil danach keiner mehr durchgeblickt hat wie man das updatet sind wir wieder bei stift und papier gelandet. wenn sich keiner damit auskennt lasst lieber gleich die finger davon.

OOkan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2023
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111
#11

Meine Frage ist geklärt, vielen Dank.

ŞŞerife Ç***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2022
Nachricht
2
#12

Mich interessiert das auch.

İİbrahim S***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2026
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20
#13

Die obige Antwort bringt es auf den Punkt. Die Antwort hängt stark von der Branche ab, es gibt keine allgemeine Regel.

Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

MMehmet E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2025
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61
#14

Das wusste ich nicht.

PPolat T***VeteranCommunity-Mitglied
Beigetreten
Dez. 2023
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363
#15

Bei uns ist es genauso.

BBurak B***Veteran
Funktion
Softwareentwickler
Branche
Druckerei
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
Beigetreten
März 2023
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252
#16

meine Frage klingt vielleicht etwas naiv, entschuldigt bitte aber übrigens das allein zu versucen ist der teuerste Weg.

das war's, entschuldige, wenn ich zu lang war.

TTaner O***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Sept. 2022
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105
#17

Richtig.

ŞŞerife D***Teilnehmer
Funktion
Buchhaltungsleiter
Branche
IT-Dienstleistungen
Organisationsform
Boutique-Agentur
Beigetreten
Feb. 2024
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101
#18

Ja, die Situation bei Hausverwaltungssoftware kostenlos ist genau so. Eine Partnerschaft ohne Zahlungsplan blockiert sich beim ersten Streit.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

EElaTeilnehmer
Funktion
Psychologe
Beigetreten
Aug. 2024
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74
#19

Dieses Thema ist archiviert.

ÖÖzge E***Teilnehmer
Funktion
Kurier-Koordinator
Branche
kosmetik
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
März 2023
Nachricht
381
#20

bei Hausverwaltungssoftware kostenlos ist es meiner Meinung nach schwierig, so eindeutig zu sprechen. gebt Probearbeit auf, aber zahlt dafür; kostenlose Probearbeit bindet niemanden.

aus Erfahrung weiß ich das.

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