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Google Ads pausiert und der Traffic ist komplett eingebrochen – was hätten wir stattdessen tun sollen?

GGürkan Y***Teilnehmer
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HR-Spezialist
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chemie
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Regionalhändler
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Mai 2023
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234
#1

Wir sind ein E-Commerce- und Großhandelsunternehmen für Industrieverpackungen aus Izmir. In den letzten 8 Monaten haben wir durchgehend Such- und Shopping-Kampagnen laufen lassen. Unser monatliches Werbebudget lag im Schnitt bei rund 45.000 TL womit wir täglich etwa 15 bis 20 B2B-Anfragen oder direkte Bestellungen reingeholt haben.

Letzten Monat gab es dann firmenweit einen Cashflow-Engpass woraufhin die Geschäftsführung an einem Freitagabend Hals über Kopf alle aktiven Kampagnen mit einem Klick pausiert hat. übrigens das Ergebnis war eine absolute Katastrophe. Der gesamte Website-Traffic ist um über 70 Prozent eingebrochen, das Telefon stand quasi still und die organischen Conversions allein haben bei Weitem nicht gereicht, um den Betrieb am Laufen zu halten.

Wir mussten die Ausgaben drosseln klar, aber den Hahn komplett zuzudrehen kam uns am Ende extrem teuer zu stehen. Wenn man das Budget kürzen muss statt gleich alles abzuschalten: Wie geht man da Schritt für Schritt bei der Optimierung vor? Wie senkt man die Kosten ohne das ganze System abzuwürgen?

GGürkan V***Teilnehmer
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Kundenservice-Mitarbeiter
Branche
Druckerei
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Werkstatt
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Aug. 2023
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118
Nützlichste Antwort#2

Kurz gesagt: Kampagnen abrupt abzuschalten zerstört auf einen Schlag alle gelernten Conversion-Daten des Algorithmus und den Schwung des Kontos. Wenn das Geld knapp ist, sollte man nicht alles pausieren, sondern unrentable Suchbegriffe aussortieren, Zeiten und Regionen ohne Conversions einschränken und das Budget schrittweise senken.

Smarte Gebotsstrategien stützen sich auf historische Conversion-Daten. Schaltet man die Kampagne komplett ab, sammelt das System keine Daten mehr. Startet man sie nach ein paar Wochen wieder neu, fängt der Lernprozess bei null an – was anfangs deutlich höhere Klickpreise und schlechtere Performance bedeutet.

Die richtige Vorgehensweise bei Budgetkürzungen sieht so aus: 1) Den Suchbegriffsbericht öffnen und alle Keywords der letzten 90 Tage, die Budget gefressen aber keine Conversions gebracht haben, als ausschließende Keywords hinterlegen. 2) Nur die Kampagnen für Produkte mit der höchsten Marge und klarer Kaufabsicht aktiv lassen und generische Suchen pausieren. 3) Über den Werbezeitenplan Zeiten außerhalb der Geschäftszeiten und Wochenenden vorübergehend ausschließen.

Wenn ihr das Monatsbudget von 45.000 TL runterschrauben wollt, macht das keinesfalls auf einen Schlag, sondern in kleinen wöchentlichen Schritten. So erleidet der Algorithmus keinen Schock und sucht auch bei geringerem Volumen weiterhin nach den qualifiziertesten Nutzern.

İİbrahim K***Teilnehmer
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Supply-Chain-Manager
Branche
leder
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Okt. 2024
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177
#3

Wir haben in einer ähnlichen Krise mal ein Konto mit 50.000 TL Budget für einen Monat komplett lahmgelegt. Nach dem Neustart hat es 4 Wochen gedauert, bis wir wieder auf den alten Bestellzahlen waren, und die CPCs waren in den ersten zwei Wochen spürbar höher als vorher. Komplett abschalten zahlt sich hinten und vorne nicht aus.

EEfe K***Teilnehmer
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Praktikant
Branche
Beratung
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neu gegründetes Startup
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Nov. 2023
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107
#4

Das Beste, was ihr jetzt tun könnt, ist, nicht alle Kampagnen gleichzeitig wieder anzuwerfen. Startet erst mal nur eine einzige, hochrentable Suchkampagne mit direkten Produktnummern oder Markennamen und einem moderaten Budget von 300-400 TL am Tag. Lasst die Lernphase des Kontos ganz entspannt wieder anlaufen.

AAycan K***Teilnehmer
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Filialleiter
Branche
Catering
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
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März 2024
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132
#5

Wenn der Traffic sofort abstürzt, sobald die Anzeigen aus sind, sollte man sich eher fragen, warum bisher nie in SEO und organischen Traffic investiert wurde. Wer ausschließlich von Ads abhängig ist, steht geschäftlich immer mit einem Bein am Abgrund.

RReyhan N***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Mai 2022
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223
#6

Der erste Reflex der Finanzabteilung ist immer, das Marketingbudget zu streichen weil man den Posten sofort sieht und leicht kappen kann. Den Fehler haben wir vor zwei Jahren auch gemacht: In der Woche nach dem Werbestopp brach der Cashflow völlig weg und wir konnten gar nichts mehr bezahlen. Am Ende mussten wir Kredite aufnehmen, um die Werbung wieder anzuschalten.

LLeyla Y***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2026
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61
#7

Algorithmen brauchen kontinuierlich Daten, um die Kosten pro Conversion zu optimieren. Sobald ihr pausiert, verliert das System seine Zielgruppenbasis. Wenn gespart werden muss, stellt lieber auf Ziel-CPA um und zwingt das System zur Selektion – das ist tausendmal gesünder als abschalten.

ÖÖmer I***VeteranCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2024
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50
#8

3 Sparmaßnahmen bei Liquiditätsengpässen, bevor man Kampagnen pausiert: 1) Broad Match auf Phrase Match oder Exact Match umstellen, 2) Mobilgeräte oder Regionen ohne Conversions ausschließen, 3) Nur noch auf Remarketing setzen und Ausgaben für Cold Audiences auf null setzen.

MMustafa B***Teilnehmer
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Geschäftsführer
Branche
Maschinenbau
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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Jan. 2026
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50
#9

Mein Beileid, aber diese schmerzhafte Erfahrung macht fast jedes KMU mal durch. Wenn du am Berg vom Gas gehst, rollt das Auto nicht gemütlich weiter, sondern nach hinten weg. halt genau so ein Motor ist Marketing nun mal.

SSerhatTeilnehmer
Funktion
Go-Entwickler
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Mai 2024
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88
#10

Man hätte den Durchfluss drosseln müssen, statt den Hahn ganz zuzudrehen. Einen kalten Motor wieder anzulassen verbraucht am Ende immer mehr Sprit.

HHakan A***Teilnehmer
Funktion
Software-Teamleiter
Branche
Catering
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Okt. 2023
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86
#11

Es gab drei verschiedene Ansichten, die sich alle ergänzen. Neue Kunden zu gewinnen ist teurer, als bestehende Kunden zu halten.

DDamla Ö***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2022
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70
#12

Meine Frage klingt vielleicht etwas naiv, entschuldigt bitte. Ein kleiner Markt ist nicht schlecht; in einem kleinen Markt billig zu arbeiten, ist schlecht.

YYavuz S***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2025
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3
#13

Ich probiere es aus. Erst messen, dann aufteilen. In dieser Reihenfolge endet die Diskussion.

İİlknur G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2025
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172
#14

Ich fasse kurz zusammen, was bisher gesagt wurde. also ein zweiwöchiges Notizbuch hilft mehr als eine sechsmonatige Prognose.

Nur als Notiz, könnte nützlich sein.

PPerihan T***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
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Juni 2026
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203
#15

Gut, dass du diesen Thread eröffnet hast.

MMert P***Experte
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Finanzbuchhaltung
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energie
Organisationsform
Regionalhändler
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Sept. 2022
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204
#16

Ich erzähle mal, was mir passiert ist, vielleicht hilft es euch. Neue Kunden zu gewinnen ist teurer, als bestehende Kunden zu halten.

İİlhanNeues Mitglied
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Tischler
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Nov. 2024
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26
#17

Da hast du recht. Überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

Wenn es jemand anders macht, würde mich das auch interessieren.

ZZerrin U***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2024
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3
#18

Mich interessiert das auch.

ÜÜlkü Ç***Teilnehmer
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Operations Director
Branche
Beratung
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
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Dez. 2023
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19
#19

Das habe ich auch erlebt.

BBarışExperte
Funktion
Filialkette
Organisationsform
Regionalhändler
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Aug. 2023
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148
#20

Lasst uns die Begriffe trennen, sie werden oft verwechselt. Menschen verteidigen nicht den Prozess, sondern die Gewohnheit. Der Widerstand kommt daher.

Jeder nicht schriftlich festgehaltene Punkt ist einer, an den sich beide Parteien später unterschiedlich erinnern. Nur als Notiz, könnte nützlich sein.

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