Wir betreiben im Industriegebiet von Riad eine Werkstatt für schwere Baumaschinen und gewerbliche Flotteninstandhaltung mit 22 Technikern. Im laufenden Betrieb betreuen wir rund 400 Maschinen und Fahrzeuge. Bisher haben wir Arbeitsaufträge, periodische Wartungen und Ersatzteilausgaben über Tabellen und WhatsApp-Gruppen gemanagt. Mit wachsendem Auftragsvolumen werden nun aber geplante Wartungen verschwitzt und kritische Dichtungen oder Filter im Lager sind plötzlich unbemerkt vergriffen.
Wir suchen daher nach einer systematischen Instandhaltungssoftware (CMMS). Bei den gängigen Cloud-Lösungen am Markt landen wir bei jährlichen Lizenzkosten von etwa 18.000 SAR pro Nutzer. Eine lokale Softwareagentur hat uns wiederum angeboten für 85.000 SAR eine maßgeschneiderte Lösung zu bauen, die exakt auf unsere Werkstattabläufe und unser Lager zugeschnitten ist.
Wir befürchten, dass Standardsoftware für die Techniker in der Werkstatt zu sperrig ist und uns in ein starres Korsett zwingt. Bei einer Eigenentwicklung wissen wir aber nicht ob uns Wartungskosten und Datenhoheit später auf die Füße fallen. Worauf sollten wir bei dieser Richtungsentscheidung achten?