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Standard-CRM oder Individuallösung — was macht bei unserer Unternehmensgröße mehr Sinn?

HHüsniye K***ExperteCommunity-Mitglied
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Juli 2025
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1
#1

Wir sind ein Großhandel für Sanitär- und Baubedarf. Wir haben 8 Vertriebler draußen im Außendienst und 4 Mitarbeiter in der Zentrale, die die Aufträge abwickeln – das System würde also von insgesamt 12 Nutzern verwendet werden... Seit Jahren pflegen wir Kundennotizen Angebote und Besuchsberichte in Excel-Listen aber mittlerweile geht einfach viel zu viel Information verloren.

Ich habe mich bei gängigen Cloud-CRM-Lösungen umgeschaut. Das liegt im Schnitt bei rund 450 TL pro Nutzer und Monat; bei 12 Accounts wären das jährlich etwa 65.000 TL an Lizenzgebühren. Ein befreundeter Softwareentwickler vor Ort meinte wiederum, er könne uns ein maßgeschneidertes, webbasiertes CRM bauen, das exakt auf unsere Abläufe passt – als Einmalzahlung für 180.000 TL inklusive Rechteübertragung.

Auf dem Papier amortisiert sich die Eigenentwicklung scheinbar nach 3 Jahren... Aber wenn man Wartung Updates und Datensicherheit mit einrechnet: Was ist bei unserer Betriebsgröße unterm Strich die vernünftigere Investition?

VVeli K***Teilnehmer
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Lagerleiter
Branche
Logistik
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
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Juni 2022
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204
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Für einen Großhandel mit 12 Nutzern ist eine fertige Cloud-CRM-Lösung praktisch immer die vernünftigere Wahl. Auch wenn es so aussieht, als hätte sich die Eigenentwicklung nach 3 Jahren amortisiert: Durch Wartung, Hosting und die Abhängigkeit von einzelnen Personen liegen die tatsächlichen Gesamtkosten (TCO) am Ende weit über den Lizenzgebühren eines Standardsystems.

Bei einer Individualsoftware kauft man kein fertiges Produkt, sondern eine Dauerbaustelle, die lebenslange Wartung verlangt. Bei den jährlichen Gesamtbetriebskosten werden wichtige Punkte oft vergessen: 1) Servermiete, regelmäßige Backups und Sicherheitszertifikate kosten jährlich mindestens 15.000 bis 25.000 TL extra. 2) Durch Browser-Updates, Inkompatibilitäten auf Mobilgeräten oder Betriebssystem-Änderungen liegt das jährliche Wartungsbudget bei mindestens 15–20 % der Entwicklungskosten. 3) Das größte Risiko ist der Single Point of Failure: Man hängt komplett an einem einzigen Entwickler. Wenn der abspringt, findet man kaum jemanden, der den Code übernehmen will.

Bei einer Standard-CRM-Plattform bekommt man für die jährlichen 65.000 TL eben nicht nur die Software, sondern auch funktionierende Mobile Apps, 2-Faktor-Authentifizierung, E-Mail-Integrationen und laufende Updates zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

Wenn eure Prozesse nicht gerade patentiert oder extrem ausgefallen sind, fährt man fast immer günstiger und sicherer, wenn man seine Abläufe an ein bewährtes Standardsystem anpasst, statt das Rad von Grund auf neu zu erfinden.

FFurkan B***Veteran
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Filialleiter
Branche
Maschinenbau
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
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Jan. 2023
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126

Doki · Interface-Design · 2026

#3

Genau denselben Fehler haben wir vor vier Jahren auch gemacht. Dachten damals für unser 15-Köpfe-Team auch „muss unbedingt maßgeschneidert sein“ und haben einer lokalen Agentur 120.000 TL für ein eigenes CRM gezahlt. Im zweiten Jahr musste der Entwickler zum Militärdienst, danach hat er die Firma gewechselt. Als Fehler auftraten, wollte niemand mehr an den fremden Code ran. Am Ende haben wir das ganze Ding in die Tonne getreten und eine fertige Cloud-Lösung geholt; um das Geld und die Zeit war es echt schade.

EEfe K***Teilnehmer
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Praktikant
Branche
Beratung
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neu gegründetes Startup
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Nov. 2023
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107
#4

Schließt bei einem fertigen Anbieter einen Jahresvertrag ab und bringt das Team im Außendienst sofort ins System. Bis eine Individualsoftware programmiert, getestet und praxistauglich ist, vergehen im besten Fall 8 Monate. Der Umsatz und die Kundendaten, die ihr in diesen 8 Monaten liegenlasst, sind deutlich mehr wert als die 65.000 TL Lizenzkosten.

HHilal B***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2026
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66
#5

Da ist ein Rechenfehler in der Kalkulation: 180.000 TL Initialkosten + 20.000 TL jährlich für Server/Security + mindestens 30.000 TL jährlich für Support und Wartung. Nach drei Jahren steht die Eigenentwicklung bei mindestens 330.000 TL. Das fertige CRM kostet euch in drei Jahren rund 195.000 TL. Die Amortisationsrechnung geht in der Praxis schlicht nicht auf.

OOkan F***Experte
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Fintech-Produktmanager
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Filialkette
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Aug. 2023
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146
#6

Das Thema Mobile ist absolut entscheidend. Eure 8 Leute im Außendienst müssen unterwegs Angebote erfassen, Routen planen und Bestellungen aufnehmen. Schreibt euer Entwickler dafür native Apps für iOS und Android, oder stellt er euch nur eine responsive Webseite im Browser hin? Letzteres fliegt draußen ständig raus, bricht bei schlechtem Netz ab und treibt die Mitarbeiter zur Weißglut.

SSena K***Teilnehmer
Funktion
Buchhalter
Branche
Medien und Verlagswesen
Organisationsform
Boutique-Agentur
Beigetreten
Feb. 2025
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2
#7

Kein KMU, dessen Kerngeschäft nicht die Softwareentwicklung ist, sollte sich neben seinen Kernprozessen auf eigene Softwareentwicklung einlassen. Fertige Softwarelösungen sind durch die Erfahrung tausender Unternehmen optimiert. Es gibt fertige Module, die sogar Umsatzlecks verhindern, an die du gar nicht gedacht hast.

KKaan B***Teilnehmer
Funktion
Kundenbeziehungsmanager
Branche
Immobilien
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Genossenschaft
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Nov. 2022
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63
#8

wenn wir uns für ein fertiges CRM entscheiden und das Unternehmen später wächst oder wir auf ein anderes Programm umsteigen wlolen – können wir unsere alten Kundendaten und vergangenen Angebote problemlos exportieren?

KKemal P***Neues Mitglied
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Softwareentwickler
Branche
Transport
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
Beigetreten
Sept. 2026
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79
#9

Bevor ihr euch entscheidet, geht diese 3 Kriterien durch: 1) Ist euer Workflow eine standardmäßige Angebots- und Besuchsverfolgung oder gibt es eine sehr branchenspezifische Produktionskalkulation? 2) Gibt es in eurem Unternehmen IT-Personal, das bei technischen Problemen eingreifen kann? 3) Könnt ihr das Risiko managen, dass der Entwickler morgen kündigt?

DDamla K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Juni 2023
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294
#10

Dieses Thema ist archiviert.

FFeyza I***Teilnehmer
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Regionalleiter
Branche
glas
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
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Aug. 2024
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94
#11

Genau so ist es. Bei uns war der größte Zeitfresser die Unklarheit darüber, wer entscheidet.

Aus Erfahrung weiß ich das.

PPınar G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2024
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37
#12

Die obige Antwort bringt es auf den Punkt. Bei uns war der größte Zeitfresser die Unklarheit darüber, wer entscheidet.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

AAycan A***Experte
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Fischerei
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Regionalhändler
Beigetreten
Mai 2023
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6
#13

ich habe keinerlei Erfahrung mit standard crm oder individuallösung deshalb frage ich dann fehler auf der standard crm oder individuallösung-Seite sind meist rückgängig zu machen aber teuer.

wenn deine Situation anders ist, ändert sich das natürlich.

EEmine A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2022
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254
#14

Hier muss man eine Unterscheidung treffen. Budget aufteilen, ohne zu wissen, wo man verliert, ist Geld im Dunkeln verteilen.

Das war's entschuldige, wenn ich zu lang war.

RRıdvan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2024
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2
#15

Mich interessiert das auch.

EElif Y***Experte
Funktion
Praktikant
Branche
verpackung
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
Beigetreten
Feb. 2023
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286
#16

Ich würde sagen lass uns nichts überstürzen. Ein zweiwöchiges Notizbuch hilft mehr als eine sechsmonatige Prognose.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

UUfuk S***Veteran
Funktion
Netzwerkadministrator
Branche
Möbelproduktion
Organisationsform
Werkstatt
Beigetreten
Okt. 2024
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187
#17

bei uns war es so und übrigens geht keine Vereinbarung ein die keinen Exit-Plan hat.

korrigiert mich fallls ich falsch liege.

OOkyanusTeilnehmer
Funktion
Eingebettete Software
Organisationsform
Regionalhändler
Beigetreten
Apr. 2024
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96
#18

Bleibe dran.

BBatuhanTeilnehmer
Funktion
Freelance-Entwickler
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Feb. 2024
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128
#19

Gut gemacht.

ZZehra D***Experte
Funktion
IT-Leiter
Branche
Lebensmittelgroßhandel
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Feb. 2025
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44

Doki · Server-Wartungsvertrag · 2024

#20

Danke fürs Schreiben, das ist genau richtig. Überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

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