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Open-Source-Ticketsystem für ein 8-köpfiges Team: Lohnt sich das oder holt man sich nur Ärger ins Haus?

TTarkanTeilnehmer
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Vertriebsleiter im Einzelhandel
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März 2024
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104
#1

Wir bieten von Hamburg aus mit einem 8-köpfigen Team Middleware- und Datenintegrationsdienste für Online-Shops an. Bisher haben wir Supportanfragen, Änderungswünsche und technische Probleme unserer Kunden über ein gemeinsames E-Mail-Postfach geregelt. Doch mit dem Wachstum blickt keiner mehr durch: Wer hat welche Mail bearbeitet, was ist gelöst und was ist untergegangen?

Ein Entwickler bei uns meinte: „Lasst uns doch nicht monatlich 25–30 EUR pro Nutzer für fertige Cloud-Lösungen blechen, das sind bei 8 Leuten locker 2.500–3.000 EUR im Jahr. Wir setzen einfach ein Open-Source-Ticketsystem auf unserem eigenen Server auf und haben null Lizenzkosten.“

Auf dem Papier klingt die Ersparnis super, aber ich habe so meine Bedenken. Fallen uns Serverwartung, Sicherheitsupdates, E-Mail-Zustellprobleme und Backups später nicht auf die Füße? Lohnt sich ein selbst gehostetes Open-Source-Ticketsystem für ein Team unserer Größe wirklich, oder zahlen wir am Ende doppelt drauf?

ÖÖzge E***Teilnehmer
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Vertriebsleiter
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papier
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Werkstatt
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Juni 2023
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Doki · Markenidentität · 2023

Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Für ein 8-köpfiges Team spart ein Open-Source-Ticketsystem kein Geld, sondern verursacht versteckte Kosten – es sei denn, ihr habt ohnehin jemanden im Team, der die Server- und Systemadministration fest übernimmt. Ihr spart zwar die Lizenzgebühren, aber der technische Aufwand für Serverkosten, Sicherheitspatches, Spamfilterung und Ausfallmanagement übersteigt die 2.500 EUR pro Jahr für eine Cloud-Lösung schnell.

Wenn ihr ein Open-Source-Ticketsystem selbst hostet, tragt ihr folgende Verantwortungen komplett allein:

1) E-Mail-Zustellung und Liefersicherheit: Damit Bestätigungsmails oder eure Antworten nicht im Spam landen, müsst ihr DKIM, SPF, DMARC und Reverse-DNS-Einträge ständig im Auge behalten. 2) Sicherheit und Datenschutz: Da das System von außen erreichbar ist, müsst ihr regelmäßig Patches einspielen, die Datenbank täglich verschlüsselt sichern und DSGVO-konformes Hosting sicherstellen. 3) Versions-Upgrades: Open-Source-Plattformen erhalten häufig Updates. Wenn bei einem Update das Datenbankschema zerschossen wird, steht euer Supportbetrieb stundenlang still.

Die Entscheidungsmatrix ist simpel: Habt ihr einen erfahrenen Systemadministrator mit 2–3 freien Wochenstunden für die Serverwartung, kann man Open Source machen. Wenn eure Entwickler aber eigentlich abrechenbare Kundenprojekte umsetzen sollen, kostet euch ihre Zeit für Serverwartung deutlich mehr Umsatz als die 2.500 EUR. Holt euch eine fertige Cloud-Lösung und konzentriert euch auf euer Kerngeschäft.

DDilara T***Teilnehmer
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Social-Media-Manager
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Logistik
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Unternehmen innerhalb eines Konzerns
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Aug. 2024
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333
#3

Rechnet mal den Stundensatz eures Entwicklers gegen. Wenn er nur 4 Stunden im Monat damit verbringt, das Ding aufzusetzen, zu konfigurieren und Fehler zu suchen, kostet das intern schon so viel wie die Jahreslizenz der Cloud. Und was ist, wenn er kündigt? Wer betreut den Server dann? Holt euch definitiv die Cloud-Lösung.

OOya K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Aug. 2024
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337
#4

Verrennt euch nicht in Open-Source-Fanatismus. Entwickler lassen gern alles auf eigenen Servern laufen, weil es für sie ein nettes Spielzeug ist. Aber wenn Kundenmails im Spam landen oder der Server abraucht, tragt ihr den Schaden. Wenn Servermanagement nicht euer Hauptgeschäft ist ist ein selbst gehostetes Ticketsystem nur unnötiger Ballast.

YYiğit Y***Neues Mitglied
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Sekretärin
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Logistik
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Filialkette
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Mai 2026
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17
#5

Wir haben das in unserer 10-Mann-Agentur mit Open Source probiert. Im ersten Jahr stand der Support dreimal komplett still – wegen Serverabsturz, zerschossener Postfach-Synchronisation und einem Softwareupdate. Super peinlich vor den Kunden. Am Ende sind wir zur Cloud gewechselt: Kostet 200 EUR im Monat, aber wir haben seit zwei Jahren komplett unsere Ruhe.

SSedaNeues Mitglied
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Lehrer · Nebentätigkeit
Organisationsform
Genossenschaft
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Okt. 2024
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42
#6

wie sieht es aus wenn man das Open-Source-System nicht selbst aufsetzt, sondern als Managed-Paket vom Hoster nimmt – bleibt der Wartungsaufwand dann trotzdem an einem hängen?

HHasan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
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221
#7

Weg von der Sammel-Mailbox ist absolut richtig mit 8 Leuten über ein Postfach zu arbeiten ist pures Chaos. halt aber es gibt bei SaaS-Lösungen doch Einsteigertarife für 12–15 EUR pro Nutzer. Plant einfach 100–120 EUR im Monat für 8 Leute ein und spart euch die Kopfschmerzen.

AAhmet G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2022
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30
#8

in deutschland sind die dsgvo-strafen echt kein witz. wenn ihr das open-source-system nicht suber absichert und kundendaten leaken habt ihr richtig ärger am hals und die cloud-anbieter bringen die compliance halt schon fertig mit.

TTaner Ö***ExperteCommunity-Mitglied
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März 2024
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16
#9

Der Tenor hier ist eindeutig: Auch wenn die Software bei Open Source kostenlos ist, fressen der operative Aufwand und die Wartung den Spareffekt im Vergleich zu fertigen Cloud-Lösungen komplett auf. Wenn Serveradministration nicht euer Kerngeschäft ist, fahrt ihr mit einer fertigen Lösung am besten.

VVeli T***Teilnehmer
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HR-Spezialist
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Landwirtschaft
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Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Apr. 2023
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1
#10

Beim Umsetzen gibt es drei Dinge zu beachten. Ein Change-Request-Prozess verlangsamt die Arbeit nicht, sondern beschleunigt sie.

Kein Prozess ohne Dokumentation verbessert sich, weil man nicht weiß, was man verbessern soll. Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

DDamla C***Teilnehmer
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Kundenbeziehungsmanager
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Druckerei
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Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
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Nov. 2022
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229
#11

An diesem Punkt widerspreche ich dir. Wenn der Umfang wächst, müssen entweder Zeit oder Budget wachsen. Eine dritte Option gibt es nicht.

YYasemin K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2024
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82
#12

Absolut. Wenn ich noch etwas hinzufügen darf: Schreibe bei Entscheidungen auch das Worst-Case-Szenario auf, nicht nur das Beste.

Das war's, entschuldige, wenn ich zu lang war.

MMerve K***Teilnehmer
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Supply-Chain-Manager
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Einzelhandel
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Unternehmen innerhalb eines Konzerns
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Apr. 2025
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328

Doki · Infrastruktur-Migration · 2026

#13

Danke fürs Schreiben.

HHüseyin Z***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2023
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76
#14

das habe ich auch erlebt.

PPerihan S***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2023
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352
#15

Letztes Jahr haben wir fast genau dasselbe erlebt. Wenn der Umfang wächst, müssen entweder Zeit oder Budget wachsen. Eine dritte Option gibt es nicht.

Das Teuerste an übernommenen Systemen sind unbekannte Abhängigkeiten. Wenn ihr das Ergebnis hier postet, hilft es auch anderen.

HHakan C***Teilnehmer
Funktion
Supply-Chain-Manager
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IT-Dienstleistungen
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
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März 2023
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295
#16

Notiert, danke. Bei uns war der größte Zeitfresser die Unklarheit darüber, wer entscheidet.

Das allein zu versuchen, ist der teuerste Weg.

ZZübeyde B***Experte
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Grafikdesigner
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Landwirtschaft
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Ein-Personen-Unternehmen
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Okt. 2024
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128
#17

Wenn wir ins Detail gehen: Wenn ihr es zum ersten Mal macht, fangt klein an, die Skalierung kommt später.

In den ersten drei Monaten läuft alles gut, die Probleme tauchen im vierten Monat auf. Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

RReyhan K***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2026
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16
#18

Hier habe ich einen Einwand. Der Zahlungsplan sollte an die Projektphasen gekoppelt sein nicht an den Kalender.

Das ist meine Meinung ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

MMehmet G***Teilnehmer
Funktion
Buchhalter
Branche
Bildung
Organisationsform
Boutique-Agentur
Beigetreten
Sept. 2023
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78
#19

Die obige Antwort bringt es auf den Punkt. Wer bei ticketsystem open source hetzt, stolpert alle an derselben Stelle.

Jedes „schauen wir uns später an“ in Meetings bedeutet nicht kalkulierte Arbeit. Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

MMerve Ç***Teilnehmer
Funktion
Techniker im Kundendienst
Branche
Automobilzulieferer
Organisationsform
Familienunternehmen
Beigetreten
Nov. 2024
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27
#20

Letztes Jahr haben wir fast genau dasselbe erlebt. Je schwerer es ist, eine Entscheidung rückgängig zu machen, desto langsamer solltet ihr sie treffen.

Aus Erfahrung weiß ich das.

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