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Hausverwaltung: Wir testen kostenlose Software — wo ist der Haken bei 30 Einheiten?

TTülay T***ExperteCommunity-Mitglied
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Okt. 2024
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236
#1

Wir sind in Deutschland frisch in die Immobilien- und Hausverwaltung eingestiegen. Aktuell umfasst unser Bestand zwei direkt nebeneinanderliegende Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 30 Einheiten. Da wir uns in der Gründungsphase befinden, drehen wir jeden Euro zweimal um und haben angefangen, nach kostenloser Hausverwaltungssoftware zu suchen, um die Fixkosten niedrig zu halten.

Bei der Recherche im Netz stößt man immer wieder auf Gratis-Versionen oder Open-Source-Lösungen. Wir haben allerdings große Bedenken, wie tragfähig solche Programme bei einer Größenordnung von 30 Einheiten wirklich sind. Kriegt man das ohne automatischen Bankabgleich, bei Hausgeldabrechnungen und der jährlichen Nebenkostenabrechnung mit einem kostenlosen Tool überhaupt sauber gewuppt?

Gibt es hier Kollegen mit einem ähnlichen Bestand, die kostenlose Software nutzen? Mit wie viel Mehraufwand und Kosten muss man rechnen, wenn das Portfolio später auf 50 oder 100 Einheiten anwächst und man die Daten in eine Bezahlversion oder ein anderes System umziehen muss?

FFiliz G***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2022
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29
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Kostenlose Hausverwaltungstools reichen bei 30 Einheiten anfangs vielleicht noch für die reine Stammdatenpflege, spätestens bei der ersten Nebenkostenabrechnung rennen Sie damit aber gegen eine Wand. Solche Free-Tarife deckeln meistens die Einheitenanzahl, sperren den automatischen Bankabgleich und drängen einen sehr schnell in ein kostenpflichtiges Abo.

Die erste Hürde bei Gratis-Software ist typischerweise der Datenexport. Fast jeder Anbieter macht einem den Import von Objekten, Mietern und Zählerständen extrem leicht, limitiert aber den Massendownload oder spuckt beim Wechsel nur unformatierte Rohdaten aus. Was Sie später an technischer Beratung oder manueller Arbeitszeit investieren müssen, um diese Datensätze in ein Profi-System zu migrieren, übersteigt die regulären Lizenzkosten von Beginn an bei Weitem.

Der zweite Knackpunkt sind Rechtssicherheit und die Abrechnungslogik. Eine rechtssichere Betriebskostenabrechnung nach deutschem Mietrecht verlangt eine fehlerfreie Erfassung von Zählerständen, Miteigentumsanteilen (MEA) und Gemeinschaftskosten. Den meisten kostenlosen Tools fehlen genau diese Abrechnungsschablonen oder sie bieten kein Mieter- bzw. Eigentümerportal.

Mein Rat: Schauen Sie sich für den Start bei den kleineren Cloud-Lösungen um, die pro Einheit und Monat etwa 1 bis 2 EUR kosten. Bei 30 Einheiten reden wir über 30 bis 60 EUR im Monat. Diese Ausgabe ist eine absolut sinnvolle Investition in die Betriebssicherheit, verglichen mit den dutzenden Arbeitsstunden, die Sie am Jahresende durch manuelle Excel-Tabellen und anschließende Widersprüche verbrennen.

GGamze D***Veteran
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Kurier-Koordinator
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Lebensmittelgroßhandel
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Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
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Jan. 2024
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209
#3

Als wir mit 24 Wohnungen angefangen haben, nutzten wir eine komplett kostenlose Plattform. Nach acht Monaten gab es keine Updates mehr und das System konnte die CSV-Dateien der Bank nicht mehr einlesen. Wir mussten wohl oder übel auf eine kostenpflichtige Cloud-Lösung umsteigen; um die Altdaten manuell ins neue System zu übertragen, ging ein ganzes Wochenende drauf. Jetzt zahlen wir monatlich 1,40 EUR pro Einheit und haben unsere Ruhe.

GGürkan K***Teilnehmer
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Produktionsplanung
Branche
verpackung
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neu gegründetes Startup
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Mai 2024
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109

Doki · Penetrationstest · 2026

#4

Man muss das Geschäftsmodell von Anbietern kostenloser Software kritisch hinterfragen. Eine Software mit Serverkosten und laufenden Gesetzesanpassungen stellt niemand dauerhaft gratis zur Verfügung. Entweder sichern sie sich im Kleingedruckten Rechte zur Datenverarbeitung oder sie verlangen saftige Upgrade-Gebühren sobald man die Grenze von 25 Einheiten erreicht. Dieses Risiko lässt sich 30 Eigentümern nicht vermitteln.

TTaner V***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Jan. 2023
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307
#5

Bevor Sie sich für eine Software entscheiden, testen Sie in der Demo-Umgebung direkt ein Szenario für Mieterwechsel und Zählerübergabe. Wenn das System schon bei diesem Standardvorgang Fehler wirft oder Sie auf ein teureres Paket verweist: Finger weg. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Ihre Daten jederzeit in einem gängigen Tabellenformat exportieren können.

MMehmet A***Experte
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Softwareentwickler
Branche
Bildung
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Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
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Juli 2022
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2
#6

Klären Sie vor der Entscheidung unbedingt diese drei Punkte: 1) Lassen sich im Gratis-Tarif SEPA-Lastschriftdateien generieren? 2) Können Umlageschlüssel für Zähler und Heizkosten flexibel angepasst werden? 3) Liegen die Rechenzentren innerhalb Europas und sind sie vollständig konform mit den lokalen Datenschutzbestimmungen?

LLevent K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2024
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2
#7

wir wollten anfangs auch kein geld ausgeben aber auch wenn 30 einheiten nach wenig klingen wird der monatliche beitragseinzug echt zur qual dann bei den gratis-dingern kriegt der mieter nicht mal ne benachrichtigung, man muss jedem einzeln hinterherschreiben.

HHalil A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Nov. 2024
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187
#8

Letztes Jahr habe ich aus ähnlicher Motivation heraus ein Open-Source-Verwaltungspanel auf meinem eigenen Server aufgesetzt. Anfangs sah alles super aus. Doch bei der ersten Jahresabrechnung haben die Formeln bei der Verteilung der Heizkostenverteiler komplett gestreikt. Auf der Eigentümerversammlung stand ich ohne plausible Zahlen da. Seitdem mache ich keine Experimente mehr und nutze nur noch bewährte Systeme mit Support.

DDeniz D***Teilnehmer
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Agenturgründer
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Sicherheitsdienste
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Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
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März 2023
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122
#9

Handelt es sich bei den beiden Gebäuden um reine Mietverwaltung oder unterliegt das Ganze dem Wohnungseigentumsgesetz? Sobald eine Eigentümergemeinschaft und Gemeinschaftseigentum im Spiel sind, erfüllen kostenlose Tools in Bezug auf Beschluss- und Buchführungspflichten so gut wie keine gesetzlichen Standards.

ZZeynep K***Teilnehmer
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Produktionsleiter
Branche
IT-Dienstleistungen
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Regionalhändler
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Feb. 2025
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143

Doki · Interface-Design · 2026

#10

Ich habe mich lange damit beschäftigt. Das günstigste Angebot ist oft das am wenigsten durchdachte.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

GGamze Ç***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2023
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20
#11

Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen. Der Zahlungsplan sollte an die Projektphasen gekoppelt sein, nicht an den Kalender.

Wenn man versucht, alles gleichzeitig zu ändern, etabliert sich nichts richtig. Wenn ihr das Ergebnis hier postet, hilft es auch anderen.

OOkan U***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
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286
#12

Ich fasse kurz zusammen, was bisher gesagt wurde. Wenn ihr es zum ersten Mal macht, fangt klein an, die Skalierung kommt später.

Wenn du das nicht von Anfang an schriftlich festhältst, gibt es später Streit. Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

HHatice Ş***Teilnehmer
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HR-Spezialist
Branche
IT-Dienstleistungen
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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Sept. 2025
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123
#13

Gut, dass du diesen Thread eröffnet hast. Wenn du zu einem Thema drei verschiedene Antworten bekommst, war die Frage falsch gestellt.

Wenn du zu einem Thema drei verschiedene Antworten bekommst, war die Frage falsch gestellt. An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

MMetin D***Veteran
Funktion
Marketing Director
Branche
Software
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Aug. 2023
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22

Doki · Infrastruktur-Migration · 2026

#14

Hier lauert eine Falle die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Überstürzte Entscheidungen sind oft solche die man sechs Monate später korrigieren muss.

Wenn es jemand anders macht würde mich das auch interessieren.

EEmre A***Teilnehmer
Funktion
Lagerleiter
Branche
Automobilzulieferer
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
März 2023
Nachricht
370
#15

Ich habe keinerlei Erfahrung mit hausverwaltungssoftware kostenlos, deshalb frage ich. Überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

ZZehra B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2024
Nachricht
76
#16

Meine Frage ist geklärt, vielen Dank. Wenn im Vertrag nicht steht wem der Code gehört, habt ihr bei der Trennung keine Verhandlungsmacht mehr.

Schreibt mir, wenn ihr Fragen habt, ich antworte so gut ich kann.

GGökhan K***Teilnehmer
Funktion
Software-Teamleiter
Branche
verpackung
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Feb. 2022
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207
#17

Nach diesem Erlebnis hat sich meine Sichtweise geändert. In den ersten drei Monaten läuft alles gut, die Probleme tauchen im vierten Monat auf.

Das ist meine Meinung, ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

UUğur S***Teilnehmer
Funktion
Regionalleiter
Branche
chemie
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
Sept. 2024
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22
#18

Ein Thema, das gerade aktuell ist. Wenn ihr es zum ersten Mal macht fangt klein an, die Skalierung kommt später.

Das war's entschuldige wenn ich zu lang war.

ZZehra Y***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2023
Nachricht
56
#19

beim Lesen dieser Antwort war ich erleichtert es ligt also nicht nur an mir aber halt überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

an diener Stelle würde ich so vorgehen.

RRıdvan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2024
Nachricht
77
#20

Das hatte ich auch schon überlegt. Nur weil alle es tun, heißt es nicht, dass es richtig ist.

Jedes „schauen wir uns später an“ in Meetings bedeutet nicht kalkulierte Arbeit. Das ist meine Meinung ich behaupte nicht, dass es absolut richtig ist.

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