- Funktion
- Praktikant
- Branche
- Sicherheitsdienste
- Organisationsform
- Genossenschaft
- Beigetreten
- Sept. 2025
- Nachricht
- 176
ich bin seit 15 Jahren Meister in einer Autowerkstatt. ich bin nicht der Inhaber, aber die Buchhaltung landet oft bei mir. wir sind 6 Leute im Betrieb reparieren täglich 8-10 Autos. die Zahlungen sind immer lückenhaft halb, unvollständig usw. letzten Monat ist der Betrieb nur deshalb in die roten Zahlen gerutscht.
in den letzten drei Monaten gab es eineen Audi-Besitzer wir haben die Auspuffanlage repariert, das waren 8500 TL. der Typ meinte so 'Hocam Kanka, soll ich das jetzt auf Pump machen, ich zahl Montag von meinem Gehalt' und so. ich hab erst mal zugestimmt, 'Okay Meister, nimm dein Auto' gesagt. aber er hat nicht am Montag gezahlt, sondern zwei Wochen später. dann kam derselbe Typ drei Wochen später wieder, wollte 'Kennzeichen ändern', 12 Ribach TL... wieder 'Zahlung am Montag' und so..... 10 Tage später kam ein wichtiger Kunde aber der meinte 'Hocam, ich hab doch 32.000 Schulden, teil das auf'... da hab ich echt Mist gebaut.
jetzt haben 50 Leute Schulden alle haben gesagt 'Ich zahl Anfang des Monats' und ich hab immer 'Okay Meister' gesagt... dann war kein Geld mehr im Betrieb, ich sag der Disponentin 'Meister ist heute nicht gekommen' aber woher soll der Chef das Geld für die Löhne nehmen? also das Problem ist simpel: Ich mach die Ribach-Arbeiten immer 'günstiger', der Kunde bleibt, geht manchmal ohne zu zahlen. ich hoffe immer, dass sie 'schon noch kommen'.
ehrlich gesagt ich wäre froh, wenn ich da raus wäre. aber wie soll ich dem Kunden sagen 'Ich mach keine Arbeit für dich'? übrigens das ist schade. das geht gegen die Berufsehre... aber wenn mein Geld weg ist ist der Betrieb auch pleite... was soll ich in der Situation machen, ey... das frag ich mich.