Vor zwei Jahren als ich noch als Freelancer im Digital Marketing unterwegs war, habe ich mich immer gefragt: Was definiert eine Werbeagentur im eigentlichen Sinn, und warum bucht ein Unternehmen eine Agentur statt eines Einzelkämpfers? Mit dieser Frage im Gepäck haben zwei Freunde und ich mit 120.000 TL Startkapital eine Boutique-Werbeagentur gegründet. Unser Ziel: lokale KMU und E-Commerce-Unternehmen rundum betreuen.
In der Praxis sah das Ganze dann aber völlig anders aus. Im ersten halben Jahr haben wir unzählige Angebote rausgeschickt. Manche Kunden erwarteten für 5.000 TL monatliche Pauschale tägliche Social-Media-Posts Kampagnen-Management und Videoproduktion; andere wollten ohne Umsatzgarantie keinen müden Cent zahlen. ehrlich gesagt während wir uns als strategischer Wachstumspartner positionieren wollten, suchte der Markt im Grunde nur billige Grafik-Knechte und Klick-Schubser für Werbeanzeigen.
Wir haben das erste Jahr mit 8 aktiven Kunden und einer schwarzen Null abgeschlossen waren mental aber komplett am Ende. In dieser Zeit habe ich auf die harte Tour gelernt, was Agenturalltag bedeutet und wie wichtig glasklare Grenzen gegenüber Kunden sind. An die anderen Agenturinhaber hier: Wie habt ihr diese Positionierungsfalle und das Scope-Creep-Problem in den ersten Jahren in den Griff bekommen?