- Funktion
- HR-Leiter
- Branche
- Sicherheitsdienste
- Organisationsform
- mittelständisches Unternehmen
- Beigetreten
- Apr. 2022
- Nachricht
- 218
Doki · Phishing-Schulung · 2025
Wir betreiben zwei Autowäsche- und Detailing-Standorte in Texas. Um Stammkunden zu belohnen, die Besuchsfrequenz zu steigern und die Bindung zu stärken, haben wir vor sechs Monaten eine eigene mobile Loyalty-App entwickeln lassen. Kunden sollten bei jeder Wäsche Punkte sammeln, bei der sechsten Wäsche eine Gratis-Politur bekommen und Termine bequem über die App buchen können.
Wir haben 14.000 Dollar an ein Freelancer-Entwicklerteam für Design, Infrastruktur und den Release in beiden App Stores gezahlt. Dazu Plakate im Wartebereich, Flyer am Rückspiegel und nochmal 2.000 Dollar für Printmaterial. Nach sechs Monaten standen laut Dashboard 1.800 registrierte Nutzer zu Buche. Auf dem Papier nicht schlecht, die Realität sah aber ganz anders aus.
Von den 1.800 Registrierten haben gerade mal 210 aktiv Punkte gesammelt und die App mehr als einmal im Monat geöffnet. Niemand will für eine simple Autowäsche extra eine App laden, ein Profil anlegen und Benachrichtigungen bekommen. Die Terminbuchung haben im ganzen Monat keine zehn Leute genutzt; alle sind wie gewohnt einfach vorbeigekommen oder haben kurz angerufen.
Wenn wir den ROI durchrechnen, deckt der Zusatzumsatz gerade mal so die Server- und Store-Kosten. Statt einer simplen Wallet-Karte oder einem System rein über die Handynummer eine eigene App von Grund auf bauen zu lassen, war taktisch ein riesiger Fehler. Hat jemand in seinem Kleinbetrieb mal die Reißleine gezogen und das Ganze radikal vereinfacht?