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Was fehlt bei einem kostenlosen Online-Shop eigentlich wirklich, um echte Verkäufe zu erzielen?

FFurkan M***Teilnehmer
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Produktmanager
Branche
bauwesen
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
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Dez. 2024
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20
#1

ich fertige in meiner kleinen Werkstatt in Madrid handgemachte Keramiktassen, Vasen und Dekoteller dann bisher habe ich meine Sachen nur auf lokalen Märkten und im Bekanntenkreis aus der Hand verkauft. jetzt möchte ich Online-Bestellungen annehmen; mein Ziel sind anfangs 30-40 Verkäufe im Monat. übrigens da mein Cashflow in dieser Startphase sehr eng ist kann ich keine großen Investitionen tätigen.

wenn ich online suche, stoße ich auf dutzende Plattformen, die mit 'Eröffnen Sie einen völlig kostenlosen Online-Shop' werben und ich blicke aber nicht ganz durch, wo diese Systeme ihre Haken haben. ändert sich das Ganze drastisch, sobald ich meine eigene Domain verbinden Kreditkartenzahhlungen annehmen und Sendungsverfolgungsnummern verschicken will? wann und an welcher Stelle knallt es mit versteckten Kosten für jemanden der mit null Startkapital loslegt?

HHavva K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2024
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111
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Mit einem komplett kostenlosen Shop kann man ein Schaufenster aufbauen, aber nicht professionell verkaufen. In dem Moment, in dem du eine eigene Domain verbinden, per Kreditkarte ohne Zusatzabzüge kassieren und automatisierte Versand-Updates senden willst, greifen feste monatliche Software-Gebühren oder saftige Transaktionsprovisionen.

Die erste Hürde bei Gratis-Tarifen ist die Domain. Die Plattformen geben einem im kostenlosen Tarif nur eine Subdomain nach dem Muster 'deinshop.anbietername.com'. Das schadet nicht nur dem organischen Vertrauen bei Google, sondern sorgt auch dafür, dass Kunden beim Bezahlvorgang abspringen. Will man die eigene Domain aufschalten, wird man direkt in den ersten Bezahl-Tarif für 15 bis 30 Euro monatlich gedrängt. Dazu kommen noch die jährlichen Registrierungskosten für die Domain von rund 10-15 Euro.

Der zweite Knackpunkt ist das Payment. Systeme mit Gratis-Plänen behalten üblicherweise zwischen 2 und 5 Prozent zusätzliche Plattformprovision pro erfolgreichem Verkauf ein. Rechnet man die Standard-Transaktionsgebühren der Bank oder des Zahlungsdienstleisters dazu (im Schnitt 1,4 Prozent + 0,25 Euro pro Buchung), geht bei jedem Verkauf ein spürbarer Teil direkt an die Software. Wenn du im Monat 40 Vasen à 30 Euro verkaufst, machst du 1200 Euro Umsatz; da fressen diese Zusatzprovisionen ein reguläres Monatsabo ganz schnell auf.

Schließlich fehlen Rechnungsstellung und Versandanbindung. In den Gratis-Stufen gehen Lieferscheine und Tracking-Nummern meist nicht automatisch an die Kunden raus, das musst du alles manuell per Mail erledigen. Um Zeit zu sparen, fährt man am besten damit, direkt mit einem Open-Source-Shop-Plugin auf eigenem Webspace zu starten oder das kleinste Bezahlpaket der Plattform fest ins Budget einzuplanen.

EElif Y***Experte
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Praktikant
Branche
verpackung
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Feb. 2023
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286
#3

Ich hab meinen ersten Shop damals auch mit diesem Null-Kosten-Versprechen eröffnet. Produkte brav eingepflegt aber ohne eigene Domain waren selbst Freunde skeptisch überhaupt auf den Link zu klicken. Beim ersten Verkauf hat sich die Plattform dann 3 Prozent extra gekrallt, das Payment-Gateway natürlich auch seinen Teil. Als ich am Monatsende sah, was da alles abgezogen wurde, war klar: Ein bezahlter Tarif von Anfang an wäre unterm Strich günstiger gewesen.

İİbrahim K***Teilnehmer
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Supply-Chain-Manager
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leder
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
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Okt. 2024
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177
#4

Meine Rechnung im ersten Jahr sah so aus: 12 Euro jährlich für die Domain, 6 Euro monatlich für ein einfaches Hosting und darauf ein Open-Source-System aufgesetzt. Pro Verkauf zahlte ich nur die reine POS-Gebühr (1,5 Prozent + 0,18 Euro). Wäre ich auf der kostenlosen Baukasten-Plattform geblieben, wären durch die zusätzlichen 3 Prozent Plattformprovision aufs Jahr hochgerechnet gut 450 Euro einfach verpufft.

NNuri G***Teilnehmer
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Einkaufsleiter
Branche
Landwirtschaft
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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März 2023
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62
#5

Sobald die Verkäufe losgehen, kommst du um folgende Kosten nicht herum: 1) Jährliche Domaingebühr (10-15 Euro), 2) Transaktionsgebühren für Kartenzahlung (1,5-2,5 Prozent pro Vorgang), 3) Verpackungs- und Versicherungskosten für zerbrechliche Ware, 4) Ein automatisiertes e-fatura-Modul, das mit steigendem Volumen unverzichtbar wird.

DDoruk K***Experte
Funktion
Qualitätsmanager
Branche
bauwesen
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Firma mit 20 Mitarbeitern
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Feb. 2024
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28
#6

Du verkaufst Keramik, also Bruchware; wie willst du den Leuten den Tracking-Link und die Retourenregeln bei Transportschäden mitteilen? Die E-Mail-Vorlagen in den Gratis-Tarifen lassen sich fast nie anpassen und gehen dann mit dem Logo des Softwareanbieters statt mit deinem eigenen Branding raus.

TTaner E***Teilnehmer
Funktion
Einkaufsleiter
Branche
leder
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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Juni 2023
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132
#7

bei den gratis-tarifen ist das größte drama dass man warenkorbabbrecher null sieht. halt packt sich wer ne tasse rein und geht wieder kannst du nicht mal ne erinnerungsmail hinterherschicken sowas gibts halt erst in den teuren paketen.

Edit: Ich habe ein paar Tippfehler korrigiert.

AAslıTeilnehmer
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Produktfotograf
Organisationsform
neu gegründetes Startup
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Juli 2024
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76
#8

Wenn du komplett ohne monatliche Software-Abos starten willst, setz dir ein Open-Source-Shop-Plugin auf WordPress auf. Da zahlst du bloß 4-5 Euro im Monat fürs Hosting, hast keine Extra-Softwareprovisionen pro Bestellung und behältst die volle Kontrolle.

MMerve Ö***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Feb. 2026
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1
#9

Kein Anbieter für kostenlose Shops arbeitet aus reiner Nächstenliebe. Wenn sie anfangs kein Geld verlangen, ziehen sie es dir entweder über hohe Gebühren beim Checkout ab oder knallen ihre eigene Werbung unten auf deine Seite. Wer im E-Commerce null Budget für die Infrastruktur einplant signalisiert Kunden direkt: Ich bin morgen vielleicht wieder weg.

GGökhan A***Veteran
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Projektmanager
Branche
leder
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Filialkette
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Juni 2022
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64
#10

Ich würde mich freuen, wenn du das Ergebnis postest.

RRecep Y***Teilnehmer
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Datenerfasser
Branche
Schmuck
Organisationsform
Werkstatt
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Mai 2025
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3
#11

Mich interessiert das auch.

LLale B***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2025
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282
#12

Hier habe ich einen Einwand. Ein wöchentlicher schriftlicher Fortschrittsbericht ist viel nützlicher als ständiges Nachfragen nach dem Status.

Jeder nicht schriftlich festgehaltene Punkt ist einer, an den sich beide Parteien später unterschiedlich erinnern. Wenn ihr das Ergebnis hier postet, hilft es auch anderen.

MMustafa O***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2024
Nachricht
77
#13

Ich möchte kurz warnen. Fragt, wer das Angebot erstellt hat und wer die Arbeit ausführen wird.

Menschen verteidigen nicht den Prozess, sondern die Gewohnheit. Der Widerstand kommt daher. Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

UUfuk D***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2026
Nachricht
71
#14

ich habe mich lange damit beschäftigt dann überstürzte Entscheidungen sind oft solche, die man sechs Monate später korrigieren muss.

zwei Wochen Notizen machen liefert bessere Ergebnisse als eine sechsmonatige Schätzung. schreibt mir wenn ihr Fragen habt ich antworte so gut ich kann.

AAyşe T***Neues Mitglied
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Gründungsinteressierter
Beigetreten
Jan. 2025
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32
#15

dem kann ich nicht ganz zustimmen... je schwerer es ist, eine Entscheidung rückgängig zu machen desto langsamer solltet ihr sie treffen.

wenn der Umffang wächst müssen entweder Zeit oder Budget wachsen. eine dritte Option gibt es nicht. aus Erfahrung weiß ich das.

KKORİDoki-Team
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Forum-Moderator
Branche
IT-Sicherheit und Digitalisierung
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Doki
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Jan. 2023
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2.840
Wächter#16

Diese Frage kommt im Forum häufig vor, daher fasse ich es mal zusammen: Erstellt zuerst ein Inventar – was habt ihr, wo liegt es, wer hat Zugriff? Jede Maßnahme ohne Inventar lässt eine unsichtbare Tür offen.

AAycan K***Teilnehmer
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Datenerfasser
Branche
Logistik
Organisationsform
Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
Beigetreten
Jan. 2023
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39
#17

ich bin ein kleines Unternehmen ich erzähle es aus meiner Sicht. also code ohne Installationsanleitung gehört dir nicht, auch wenn du ihn in den Händen hältst.

wenn ihr das Ergebnis hier postet hilft es auch anderen.

RRamazan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juli 2023
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102
#18

Das hatte ich auch schon überlegt. Code ohne Installationsanleitung gehört dir nicht, auch wenn du ihn in den Händen hältst.

LLeyla Y***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2024
Nachricht
44
#19

nach diesem Erlebnis hat sich meine Sichtweise geändert dann wenn der Umfang wächst müssen entweder Zeit oder Budget wachsen. eine dritte Option gibt es nicht.

wenn du zu einem Thema drei veschiedene Antworten bekommst, war die Frage falsch gestellt. übrigens ich hoffe, das hilft dir weiter.

KKemal T***Teilnehmer
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IT-Leiter
Branche
Buchhaltung & Steuerberatung
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
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Nov. 2023
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121

Doki · Unternehmenswebsite · 2024

#20

Hier ist etwas zu beachten. Scheut euch nicht zu fragen, wer nicht fragt, zahlt am Ende mehr.

Das ist meine Meinung ich behaupte nicht dass es absolut richtig ist.

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