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Agentur meint 6 Wochen für eine neue Website – ist das ein normaler Zeitrahmen?

PPerihan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2023
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152
#1

Wir sind ein 18-köpfiger Fertigungsbetrieb für Großküchentechnik. Unsere aktuelle Website ist rund acht Jahre alt und nicht mal für Mobilgeräte optimiert. Nun wollen wir mit einer Digitalagentur zusammenarbeiten, um unseren Betrieb zeitgemäß zu präsentieren: geplant sind rund 20 Seiten, ein umfangreicher Produktkatalog und ein Angebotsformular. Das Angebot liegt bei 75.000 TL mit einer Umsetzungsdauer von 6 Wochen.

Auf den ersten Blick kommt mir das recht lang vor; man hört ja ständig von Leuten, die Seiten mit Fertig-Themes in wenigen Tagen aufsetzen. Die Agentur argumentiert jedoch, dass von Grund auf konzipiert wird und individuelle Designs sowie Tests eben Zeit kosten. Wie viele Tage bzw. Wochen sind für eine Firmenwebsite realistisch? Welche Phasen sollten in den 6 Wochen durchlaufen werden und welche Klauseln gehören in den Vertrag, damit sich das Projekt nicht ewig zieht?

UUğur Y***Veteran
Funktion
Klinikleiter
Branche
Catering
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
März 2023
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253
Nützlichste Antwort#2

Kurze Antwort: Für eine Firmenwebsite mit 20 Seiten individuellem Screendesign und eigenem Produktkatalog sind 6 Wochen Lieferzeit absolut marktüblich und realistisch. Sofern man nicht einfach Inhalte in vorgefertigte Templates reinkippt, sondern echte Design- und Abstimmungsschleifen durchläuft, sind 4 bis 8 Wochen völlig normal.

Ein 6-wöchiger Ablaufplan teilt sich meist in vier Phasen: 1) Die ersten zwei Wochen dienen der Informationsarchitektur, Wireframes und der Abstimmung der UI-Designs für Start- und Unterseiten. 2) In Woche drei und vier folgen Frontend-Entwicklung und die Anbindung an das CMS. 3) Woche fünf ist für das Einpflegen der 20 Seiten Produktinfos, Datenblätter und das Angebotsformular reserviert. 4) Die letzte Woche dient Responsive-Tests, Ladezeitoptimierung, Security-Checks und dem eigentlichen Go-Live.

Um Verzug vorzubeugen, sollten Sie im Vertrag feste Meilensteine mit Deadlines vereinbaren: Designfreigabe, Übergabe der Entwicklung, Abschluss der Inhaltspflege. Legen Sie außerdem feste Fristen fest, z. B. maximal 3 Werktage für Ihre Freigaben und 3 Werktage für Korrekturschleifen der Agentur.

Definieren Sie unbedingt auch die Materiallieferung vertraglich. Bei Firmenprojekten liegt die Verzögerung meistens gar nicht an der Agentur, sondern daran, dass der Kunde Bilder und Katalogtexte nicht rechtzeitig liefert. Wenn Sie die Produktdaten nicht jetzt schon aufbereiten zieht sich das Ganze locker auf 10 Wochen.

SSelin K***Teilnehmer
Funktion
HR-Spezialist
Branche
E-Commerce
Organisationsform
Werkstatt
Beigetreten
Sept. 2024
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42
#3

Eine Vertragsstrafe bei Verzug schadet nie, sollte aber fair für beide Seiten sein. Wenn die Agentur den Zeitplan grundlos reißt, gibt es pro Woche Abzug auf der Rechnung. Im Gegenzug muss aber auch klar sein: Wenn Sie mit Freigaben trödeln, verschiebt sich die Lieferfrist der Agentur entsprechend nach hinten.

EEbru K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2025
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113
#4

Seiten, die in zwei Tagen stehen, sind meist billige Fertig-Themes, wo nur Copy-Paste-Texte reingeklatscht werden. Bei einem B2B-Katalog mit Filtern, PDF-Datenblättern zum Download und individuellen Anfrageformularen geht das so nicht. Für sauberen Code und gute mobile PageSpeed-Werte sind 6 Wochen definitiv nicht übertrieben.

DDoruk S***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2026
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278
#5

Wir haben letztes Jahr eine 25-seitige B2B-Seite gestartet, angepeilt waren auch 6 Wochen. Am Ende wurden es 11 Wochen, weil wir intern ewig für die Foto- und Textfreigaben gebraucht haben. Die Agentur war nach 4 Wochen mit der Entwicklung durch, aber unsere Chefetage hat allein einen Monat über den Texten gebrütet.

FFatih B***Teilnehmer
Funktion
Qualitätsmanager
Branche
Bildung
Organisationsform
Unternehmen mit 120 Mitarbeitern
Beigetreten
Feb. 2025
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321
#6

Erst heißen die 6 Wochen aber ab Woche zwei ist der Designer krank ab Woche drei hakt es im Frontend – und schwupps sind 12 Wochen rum. Vereinbart wöchentliche 30-Minuten-Status-Calls und zahlt Meilensteine erst aus, wenn ihr den Fortschritt live auf dem Testserver sehen könnt.

EElif V***Teilnehmer
Funktion
Qualitätsprüfer
Branche
Maschinenbau
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Nov. 2025
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40
#7

bei uns hieß es auch 4 wochen am ende waren es 3 monate. das hauptproblem ist fast immer der content aber die agentur baut das design fertig und wartet dann ewig auf die produkttexte. bereitet am besten jetzt schon alle excel-listen und bilder ordentlich vor.

YYağmur P***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2025
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286
#8

Um das Projekt im Griff zu behalten, regelt drei Dinge schriftlich: 1) Keine Entwicklung vor finaler Designfreigabe. 2) Feste Anzahl an Korrekturschleifen, z. B. maximal zwei Runden beim Design. 3) Alle Absprachen nur per Mail, mündliche Zusagen zählen nicht für den Zeitplan.

TTolga G***Veteran
Funktion
Sekretärin
Branche
kunststoff
Organisationsform
Regionalhändler
Beigetreten
Jan. 2024
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138
#9

75.000 TL ist für eine B2B-Seite mit individuellem Katalog heutzutage absolut im Rahmen.. aber 6 Wochen klingen zwar lang, aber besser gründlich gemacht als ein Schnellschuss, bei dem nachher die Formulare spinnen oder Buttons auf dem Smartphone verschoben sind.

Ergänzung: Wurde unten schon gefragt, die Antwort habe ich im zweiten Beitrag geschrieben.

ZZeynep I***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
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55
#10

Im Vertrag sollten die Übergabe des Quellcodes, Unabhängigkeit beim Hosting und mindestens ein Jahr Gewährleistung klar geregelt sein. Genauso wichtig wie der Liefertermin ist nämlich die Zusage, innerhalb welcher Frist nach dem Go-Live auftretende Softwarefehler behoben werden müssen.

EEmre B***Teilnehmer
Funktion
Datenerfasser
Branche
Werbung und Marketing
Organisationsform
Filialkette
Beigetreten
Sept. 2024
Nachricht
24
#11

Wie habt ihr das Problem gelöst? Wer bei Dauer der Website-Erstellung hetzt, stolpert alle an derselben Stelle.

Nur weil alle es tun, heißt es nicht, dass es richtig ist.

AAhmet Z***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Feb. 2024
Nachricht
25
#12

Ich möchte etwas fragen. Der Zahlungsplan sollte an die Projektphasen gekoppelt sein, nicht an den Kalender.

Aus Erfahrung weiß ich das.

ZZerrin U***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2024
Nachricht
3
#13

Meine Frage ist geklärt, vielen Dank. Wenn keine Abnahmekriterien definiert sind, ist der Abschlusszeitpunkt des Projekts diskussionswürdig.

Viel Erfolg.

KKadir S***Teilnehmer
Funktion
Sekretärin
Branche
Textil
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
Okt. 2023
Nachricht
308
#14

Ich erzähle mal, was mir passiert ist, vielleicht hilft es euch. Das Teuerste an übernommenen Systemen sind unbekannte Abhängigkeiten.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

TTülay B***Veteran
Funktion
HR-Leiter
Branche
Fischerei
Organisationsform
Unternehmen mit 300 Mitarbeitern
Beigetreten
Jan. 2023
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35
#15

Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen.

DDeniz B***VeteranCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2025
Nachricht
243
#16

Ich erkläre mal die technische Seite. Schreibe bei Entscheidungen auch das Worst-Case-Szenario auf, nicht nur das Beste.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

TTolga A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Nov. 2023
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346
#17

Gut, dass du diesen Thread eröffnet hast.

ÖÖzlemTeilnehmer
Funktion
Werbeagentur
Organisationsform
Firma mit 20 Mitarbeitern
Beigetreten
Mai 2024
Nachricht
108
#18

Ich erkläre mal die technische Seite. Schaut zuerst, welche Daten ihr bei der Entscheidungsfindung zur Hand habt.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

OOsman U***Teilnehmer
Funktion
Sekretärin
Branche
Lebensmittelgroßhandel
Organisationsform
Genossenschaft
Beigetreten
Dez. 2024
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312
#19

Bei mir war es genau umgekehrt, deshalb schreibe ich das. Das Teuerste an übernommenen Systemen sind unbekannte Abhängigkeiten.

Aus Erfahrung weiß ich das.

İİbrahim K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2023
Nachricht
204
#20

Das habe ich auch erlebt. Zwei Wochen Notizen machen liefert bessere Ergebnisse als eine sechsmonatige Schätzung.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

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