- Funktion
- Netzwerkadministrator
- Branche
- Versicherungswesen
- Organisationsform
- Boutique-Agentur
- Beigetreten
- Jan. 2025
- Nachricht
- 80
Wir sind ein Familienbetrieb im Raum Gebze für den Großhandel mit Eisenwaren und Industriebedarf, 20 Leute im Büro und 40 im Außendienst. Letzten Dienstagmorgen um 07:00 Uhr klingelte mein Handy: der Lagerleiter. Kein Zugriff mehr auf die Buchhaltung und Warenwirtschaft, alle PDFs und Datenbankdateien auf dem Server hatten plötzlich eine unbekannte Endung, und auf dem Desktop lag eine Textdatei mit einer Lösegeldforderung in Krypto im Wert von rund 1.300.000 TL.
Unser ITler ist panisch in den Serverraum gerannt und hat als erstes die Netzwerkkabel gezogen. Aber da unser NAS fest als Netzlaufwerk mit eigenem Laufwerksbuchstaben am Server eingebunden war, mussten wir feststellen, dass auch die automatischen täglichen Backups dort komplett verschlüsselt waren. Die einzige Rettung war eine externe Festplatte im Firmentresor, die wir durch reines Glück vor 16 Tagen gesichert hatten.
Die ersten 24 Stunden waren das reinste Chaos: Diskussionen über eine Lösegeldzahlung, stillstehende Lieferungen, keine Möglichkeit Rechnungen zu schreiben und die totale Verzweiflung wie wir das den Kunden beibringen sollen. Aus diesem Albtraum haben wir extrem schmerzhafte Lehren gezogen. Wie sieht in so einem Ernstfall eigentlich das richtige Vorgehen für die ersten Stunden aus?