- Funktion
- IT-Sicherheitsexperte
- Branche
- Versicherungswesen
- Organisationsform
- Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
- Beigetreten
- Apr. 2022
- Nachricht
- 295
Doki · Markenidentität · 2024
wir betreiben eine kleine Bäckerei und Kaffeebar mit drei Standorten in London. in den ersten zwei Jahren haben wir uns beim Messen der Kundenzufriedenheit voll auf analoge Methoden verlassen dann wir hatten hübsche Holzkästchen auf den Tischen stehen und kleine Papier-Fragebögen daneben gelegt. außerdem sollten die Servicekräfte mündliche Beschwerden von Kunden taggenau ins Schichtbuch eintragen.
jeden Monat kamen so aus den Boxen und Büchern rund 300 bis 400 Zettel zusammen... aber im laufenden Betrieb hatte natürlich niemand die Zeit das ales in eine Tabelle einzutippen zu kategorisieren und auszuwerten.. aber also wanderten die Zettel tütenweise ins Lagerregal.
als wir uns Ende des zweiten Jahres die Zahlen anschauten fiel uns auf, dass der Coffee-to-go-Verkauf in unserer bestbesuchten Filiale kontinuierlich zurückgegangen war – aufs Jahr gerechnet ein massiver Einbruch. wir haben uns hingesetzt und die Zettel im Lager einzeln durchforstet und da traf uns der Schlag: In den letzten acht Monaten hatten sich mindestens 80 Kunden schriftlich darüber beschwert dass die To-go-Deckel beim Gehen undicht sind und Kaffee auf Taschen tropft. das Personal hatte im Schichtbuch auch mehrfach vermerkt, dass ein neuer Deckellieferant hermuss aber niemand hatte diese Infos zusammengeführt und auf den Tisch gepackt aber ehrlich gesagt allein durch diese Sache mit den Deckeln ist uns hochgerechnet ein Jahresumsatz von rund 18.000 GBP an Stammkundschaft flöten gegangen.
am Ende haben wir auf QR-Codes auf den Tischn umgestellt: Bei einer schlechten Bewertung bekommt der Filialleiter jetzt sofort eine Benachrichtigung. hatte jemand beim händischen Feedback-Sammeln ähnliche blinde Flecken und nach dem Umstieg auf digital spürbare Verbesserungen gesehen?