Wir sind zwei freiberufliche UI-Designer in London und haben beschlossen, uns zusammenzutun und eine richtige Designagentur aufzubauen. Beide haben wir in den letzten 4 Jahren solo jeweils zwischen 40.000 und 50.000 Pfund Jahresumsatz gemacht. Die Portfolios stimmen also, aber beim Gründungsprozess hängen wir schon in Woche eins komplett fest – Thema Markenidentität.
Vom Firmennamen über Typografie und Logo bis hin zur Haptik der Visitenkarten will jeder von uns seine persönliche Vision durchdrücken. Da wir 50/50 machen wollen, fehlt uns schlicht der Mechanismus für das letzte Wort. Meinen Vorschlag, das Branding extern an einen dritten Designer zu vergeben, hat mein Partner direkt abgeblockt: Wir sind eine Designagentur, wenn wir das outsourcen, ist unser Ruf direkt im Eimer.
Wie teilt man solche Markenentscheidungen und Geschäftsführungsbefugnisse im Gesellschaftervertrag am besten auf? Welche Entscheidungsstruktur empfiehlt sich, damit zwei Kreative operative und ästhetische Dinge abgeben können, ohne dass es in einen Egotrip ausartet?