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Ein Jahr lang Kurse auf einer Gratis-Plattform verkauft: Wo die Grenzen liegen und was es wirklich kostet

TTaner V***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2023
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307
#1

Ich verkaufe seit zwei Jahren Online-Schulungen rund um Software und Datenanalyse. Um anfangs fixe Softwarekosten zu sparen, habe ich eine bekannte Plattform gewählt die keine monatliche Grundgebühr verlangt, sondern einfach 10 Prozent Provision pro Verkauf einbehält. In den ersten 12 Monaten habe ich rund 34.000 Dollar umgesetzt und 3.400 Dollar an Gebühren abgedrückt.

Klingt erst mal super: keine Fixkosten man zahlt nur wenn man was verdient. Nach einem Jahr kam aber das böse Erwachen: Ich darf die E-Mail-Adressen meiner Teilnehmer nicht exportieren, baue mangels eigener Domain deren Traffic auf statt meine eigene Marke zu stärken, und die Plattform schlägt auf meinen Kursseiten auch noch direkt die Konkurrenz vor.

Wer hat diesen Wechsel schon hinter sich und wie habt ihr das gelöst? Lohnt sich der Umstieg auf ein komplett eigenes Setup auf eigener Domain (etwa mit WordPress) unterm Strich wenn man den technischen Wartungsaufwand bedenkt?

EElif T***Teilnehmer
Funktion
Social-Media-Manager
Branche
Immobilien
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
Apr. 2025
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92
Nützlichste Antwort#2

Kurz gesagt: Kostenlose oder rein provisionsbasierte Kursplattformen sind super, um schnell die Nachfrage am Markt zu testen. Da man aber keinen Zugriff auf die Kundendaten bekommt, wird es langfristig die teuerste Option überhaupt. Ein eigenes System macht zwar etwas Arbeit sichert dir aber deine E-Mail-Liste Markenunabhängigkeit und das Potenzial für Folgeverkäufe.

Der erste Schritt beim Wechsel aufs eigene System: Hol deine bestehende Zielgruppe ganz legal in deine eigene Liste. Wenn die Plattform keinen Datenexport erlaubt, pack Links zu nützlichen Extras wie Arbeitsvorlagen oder Quellcode-Archiven direkt in die Videolektionen. Leite sie auf ein Anmeldeformular auf deiner eigenen Domain, damit sich die Leute freiwillig eintragen.

Zweiter Schritt: die Wahl der Infrastruktur. Wer sich nicht mit technischer Wartung rumschlagen will, nimmt eine All-in-One-Lösung mit fester Monatsgebühr zwischen 70 und 120 Dollar. Willst du volle Kontrolle und minimale Kosten, nimm WordPress mit einem gängigen LMS-Plugin; dafür reicht ein solider Cloud-Server für 20 bis 30 Dollar im Monat völlig aus.

Wenn du auf ein eigenes System umziehst, lade die Videos bloß nicht auf deinen Standard-Webserver hoch. Nimm dedizierte Video-Streaming-Dienste in der Cloud, um den Content vor Downloads zu schützen und die Server-Bandbreite nicht lahmzulegen. Bei 34.000 Dollar Jahresumsatz deckt die gesparte Provision die jährlichen Gesamtkosten einer eigenen Plattform locker ab.

İİlker C***Teilnehmer
Funktion
Softwareentwickler
Branche
Maschinenbau
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
Dez. 2023
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52
#3

Wer die Daten hat, hat das Sagen. Solche „kostenlosen“ Plattformen sehen dich nicht als Partner, sondern als Gratis-Lieferanten für ihren Marktplatz. Mit einer eigenen Website fällt der Zwischenhändler weg. Klar geht anfangs vielleicht der organische Traffic runter, aber jeder neue Teilnehmer gehört dauerhaft in deine Liste.

CCansu K***Teilnehmer
Funktion
Buchhalter
Branche
papier
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
Sept. 2024
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4
#4

Der größte Fehler bei WordPress ist es, die Videodateien direkt ins Haupt-Hosting zu packen. Damit schießt man sich die Seite komplett ab. Lagere die Videos verschlüsselt zu einem Video-Hoster aus, binde sie domain-beschränkt ein und schon kannst du für 15 bis 20 Dollar im Monat Tausende Schüler problemlos schulen.

CCansu V***Teilnehmer
Funktion
IT-Sicherheitsdirektor
Branche
Lebensmittelgroßhandel
Organisationsform
Familienunternehmen
Beigetreten
März 2024
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111
#5

Nicht von heute auf morgen alles auf der alten Plattform dichtmachen. Veröffentliche den nächsten neuen Kurs exklusiv auf deiner eigenen Seite. Und am Ende des alten Kurses setzt du einen Hinweis mit Rabattcode: „Weiterführende Inhalte und Community-Zugang gibt es ab jetzt auf unserer Website“.

FFiliz Ö***Teilnehmer
Funktion
Operations Manager
Branche
Fischerei
Organisationsform
Team mit 8 Personen
Beigetreten
Sept. 2024
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383
#6

dass die einem die mailliste vorenthalten ist der reinste lock-in-effekt. die machen mit dir kohle und wenn du deine eigenen schüler nochmal erreichen willst halten die wieder die hand auf dann übrigens der wechsel nervt vllt in der ersten woche aber danach hat man seine ruhe.

ZZafer Y***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2025
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7
#7

Beachten Sie bei der Migration von Teilnehmerdaten unbedingt die AGB der Plattform sowie die geltenden Vorschriften zum Datenschutz (insbesondere KVKK). Statt Daten eigenmächtig zu extrahieren, ist es rechtlich weitaus sicherer, wenn sich die Nutzer aus eigenem Antrieb auf Ihrer neuen Plattform registrieren.

ZZafer K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Nov. 2024
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1
#8

Umsonst ist nur der Käse in der Mausefalle genau das trifft es hier. Kaum hat man seinen Kurs fertiggestellt, taucht direkt darunter die Konkurrenz zum halben Preis auf: „Kunden die dies gekauft haben kauften auch...“.

EEmine A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2025
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1
#9

Wie viel von den 34.000 Dollar Umsatz kam denn überhaupt über die plattformeigene Suche oder deren Startseite? Wenn der Großteil ohnehin über deine eigenen Social-Media-Kanäle kam, hast du die Provision komplett zum Fenster rausgeworfen.

ÖÖmerTeilnehmer
Funktion
Finanzanalyst
Beigetreten
Dez. 2023
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126
#10

Ich bin vor zwei Jahren auf eine eigene Domain gewechselt. Zahle monatlich fix 99 Dollar für die Plattform. Weil die Provision wegfiel, hatte ich schon im ersten halben Jahr 4.100 Dollar mehr in der Tasche. Und über eine einfache E-Mail-Automation habe ich 21 Prozent der bisherigen Teilnehmer direkt den zweiten Kurs verkauft.

LLeventVeteran
Funktion
Berater für digitale Transformation
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
Beigetreten
Juli 2023
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208
#11

Ein Thema, das gerade aktuell ist.

FFatma Ç***Neues MitgliedCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2026
Nachricht
1
#12

Gut dass du diesen Thread eröffnet hast. Beginnt mit einem kleinen Test bindet nicht gleich alles fest.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

BBurcu S***Teilnehmer
Funktion
Datenerfasser
Branche
Recht
Organisationsform
neu gegründetes Startup
Beigetreten
Sept. 2023
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224
#13

Dabei gibt es einen sehr häufigen Fehler. Wenn die Differenz zwischen Forderungsumschlag und Verbindlichkeitsumschlag in Tagen wächst, rettet dich der Umsatz nicht.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

VVildan Ş***Experte
Funktion
Agenturgründer
Branche
Transport
Organisationsform
Genossenschaft
Beigetreten
Sept. 2023
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113

Doki · Server-Wartungsvertrag · 2026

#14

Die Diskussion ist abgeschweift, ich fasse mal zusammen. Jeder nicht schriftlich festgehaltene Punkt ist einer, an den sich beide Parteien später unterschiedlich erinnern.

KKübra M***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Mai 2025
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62
#15

Das hier Beschriebene ist genau das, was wir erlebt haben. Die Antwort hängt stark von der Branche ab, es gibt keine allgemeine Regel.

Aus Erfahrung weiß ich das.

EErcan T***Teilnehmer
Funktion
Key-Account-Manager
Beigetreten
Jan. 2024
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96
#16

An diesem Punkt widerspreche ich dir. Jeder nicht schriftlich festgehaltene Punkt ist einer, an den sich beide Parteien später unterschiedlich erinnern.

Je länger man mit dem Personalabbau wartet, desto mehr Mitarbeiter sind betroffen. Viel Erfolg.

GGamze K***Teilnehmer
Funktion
Test-Spezialist
Branche
Druckerei
Organisationsform
Ein-Personen-Unternehmen
Beigetreten
Jan. 2025
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178
#17

Ich habe diesen Weg schon hinter mir, ich erzähl mal. Wenn ihr es zum ersten Mal macht, fangt klein an, die Skalierung kommt später.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

KKORİDoki-Team
Funktion
Forum-Moderator
Branche
IT-Sicherheit und Digitalisierung
Organisationsform
Doki
Beigetreten
Jan. 2023
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2.840
Wächter#18

Ich habe den Thread gelesen, die meisten Teilnehmer haben den richtigen Ansatz gewählt. Nur eine Erinnerung: Die hier beschriebenen Informationen sind allgemeiner Natur. Trefft keine Entscheidungen, ohne eine auf euer System zugeschnittene Bewertung durchführen zu lassen.

FFatih G***Teilnehmer
Funktion
Produktionsplanung
Branche
IT-Dienstleistungen
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
Nov. 2024
Nachricht
31
#19

Ich probiere es aus. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern worauf sie sich bezieht.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

CCeren E***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Apr. 2025
Nachricht
95
#20

Da stimme ich zu. Auf dem Papier profitabel, aber kein Geld auf dem Konto – sehr verbreitet.

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