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Ein Mitarbeiter hat gekündigt, muss ich alle seine Accounts sofort deaktivieren? Wie eilig muss ich es haben?

ZZafer P***TeilnehmerCommunity-Mitglied
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Dez. 2024
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411
#1

Am Montagmorgen hat ein Mitarbeiter gesagt 'Ich kündige' und HR informiert. Ich bin IT, ich weiß nicht, wie schnell das gehen muss. Innerhalb einer Stunde deaktivieren, einen Tag oder übers Wochenende? Der Mitarbeiter hat Zugriff auf alle Dateien und das Kundenportal. Ich überlege, wen ich deaktiviere und wer bleiben darf.

Wenn ich das E-Mail-Konto deaktiviere werden dann die verknüpften Apps (Slack, GitHub, AWS) automatisch abgemeldet? Oder muss ich das einzeln machen? Die Dateien sind auf seinem Rechner, sind die verschlüsselt, kann sie jemand anderes öffnen?

Damit der Terror draußen bleibt, hat der Mitarbeiter 2 Wochen Kündigungsfrist gegeben, was muss in dieser Zeit deaktiviert werden? Oder alles auf einmal beim Ausscheiden? Gibt es da gesetzliche Verpflichtungen?

HHalil T***VeteranCommunity-Mitglied
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Okt. 2023
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47
Nützlichste Antwort#2

Der Offboarding-Prozess sollte geplant und schrittweise erfolgen: 1) Während der Kündigungsfrist (2 Wochen): Jemand anderes übernimmt die Arbeit, Knowledge Transfer, Daten-Backup, 2) Vor dem letzten Tag (24 Stunden): Kreditkarte, Firmendaten, VPN-Zugriff überprüfen, 3) Nach dem letzten Tag (innerhalb von Stunden): a) E-Mail deaktivieren (Forwarding vorher einrichten), b) Active Directory User deaktivieren (Windows Login), c) VPN/SSH Keys widerrufen, d) AWS/Cloud Account Zugriff entfernen, e) Slack/Teams deaktivieren, f) GitHub Collaborator entfernen, g) Billing Account widerrufen (Kreditkarte), h) Physischen Badge/Security Key einsammeln. Wenn der Mitarbeiter problematisch ist (Konflikt, Wettbewerber): sofortige Beendigung (Zugriff schnell sperren). Dateien: Firmendaten sichern, Transfer vom persönlichen Rechner des Mitarbeiters (verschlüsselt RBIR Antiviren-Produkt), Datenbank-Backup, alle Zugriffe auf einen anderen Admin übertragen. E-Mail Forwarding: kann für Kündigungstag + 90 Tage eingerichtet werden (wichtige Mails weiterleiten). Rechtlich: Der Arbeitnehmer muss beim Ausscheiden Firmendaten übergeben (KVKK-konform).

OOsman K***VeteranCommunity-Mitglied
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Feb. 2026
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279
#3

sofort deaktivieren, gar nicht warten. nach dem letzten tag innerhalb einer stunde alle zugänge sperren. ad deaktivieren vpn widerrufen, mail forwarding einrichten, backup machen. wenn der Mitarbeiter Probleme macht, noch dringender. github/aws alle einzeln deaktivieren...

KKoray E***Experte
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Softwareentwickler
Branche
verpackung
Organisationsform
Filialkette
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Sept. 2023
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25
#4

Offboarding-Checkliste: 1) Active Directory: User deaktivieren + Passwort zurücksetzen (Antivirus-Produkt), 2) E-Mail: Weiterleitungsregel (an den Vorgesetzten oder ins Archiv), 3) Cloud-Ressourcen: AWS IAM User löschen/widerrufen, Google Workspace suspendieren, Azure AD deaktivieren, 4) VPN/SSH: Public Key entfernen, Zertifikat widerrufen, 5) Drittanbieter-Apps: Slack Workspace Admin-Rechte entziehen, GitHub Collaborator entfernen, 6) Physisch: Badge deaktivieren, Laptop/Handy einsammeln, SIM-Karte sperren. Automatisierung: Identity Management Plattform (Okta, Azure AD) Single Sign-Off (User deaktivieren = Zugriff auf alle Apps automatisch entziehen). Wissensübergabe: Dokumentation, Code-Repo Übergabe, Eskalationskontakte.

OOzan M***Neues Mitglied
Funktion
Musiklehrer
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Aug. 2024
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34
#5

mach mal halblang wenn der Mitarbeiter geht müssen am selben Tag (Ende des Tages) alle Zugriffe gesperrt sein und e-Mail-Forwarding einrichten, an einen anderen Admin, Dateibackup machen das ist Pflicht. wenn Firmendaten auf seinem Gerät bleiben, gibt's Ärger er könnte die ganze Firma kopiert haben...

JJülide S***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Nov. 2025
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3
#6

Offboarding-Phasen: 1) Vor dem Austritt (Kündigungsfrist): Wissensübergabe Inventur der Assets, Datenbackup, 2) Austrittstag: Zugriffssperre Assets einsammeln, Geräte löschen, 3) Nach dem Austritt: Access Audit Datenarchivierung E-Mail-Aufbewahrung (Compliance). Zeremonie: Exit-Interview (Mitarbeiterbefragung beim Austritt), Unterschrift auf der Compliance-Checkliste. Automatisierung: SIEM Log-Monitoring (Flag für Aktivitäten ehemaliger Mitarbeiter), Alarmierung. Audit Trail: Zugriffsprotokolle 6-12 Monate aufbewahren (Compliance, Ermittlungen).

ZZerrin S***Teilnehmer
Funktion
Qualitätsmanager
Branche
Versicherungswesen
Organisationsform
Filialkette
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Juni 2024
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388

Doki · Backup-Einrichtung · 2025

#7

15 Jahre IT-Management, hab den Fehler schon oft gemacht. Wenn ein Mitarbeiter geht und man den Zugriff zu spät sperrt = Risiko für Datenklau. Best Practice: Auch während der Kündigungsfrist Zugriff einschränken, vollständiger Entzug am Ende des letzten Arbeitstages, ohne jede Verzögerung. E-Mail-Forwarding für 1 Jahr, danach löschen. Dateien müssen vom Unternehmen gesichert werden.

LLevent A***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Okt. 2024
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40
#8

Bei mir war es genau umgekehrt, deshalb schreibe ich das. Das allein zu versuchen, ist der teuerste Weg.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

RRamazan K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Jan. 2025
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33
#9

Vor zwei Jahren habe ich genau dasselbe erlebt. Vergessene Testumgebungen sind häufiger das Einfallstor als das Live-System.

An deiner Stelle würde ich so vorgehen.

FFiliz Ö***Teilnehmer
Funktion
Systemadministrator
Branche
Möbelproduktion
Organisationsform
Genossenschaft
Beigetreten
Jan. 2026
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88
#10

So klar geschriebene Texte sind selten. Wenn wir ohne Messung entscheiden, landen wir immer wieder am selben Punkt.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

OOsman K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2024
Nachricht
117
#11

Ich spreche mal aus der Gegenperspektive, ich bin auf der Lieferantenseite. Scheut euch nicht zu fragen, wer nicht fragt, zahlt am Ende mehr.

Schreibt mir, wenn ihr Fragen habt, ich antworte so gut ich kann.

FFurkan M***Teilnehmer
Funktion
Produktmanager
Branche
bauwesen
Organisationsform
mittelständisches Unternehmen
Beigetreten
Dez. 2024
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20
#12

dieser Ansatz hat seinen Preis, der aber nicht theamtisiert wird... wenn man versucht, alles gleichzeitig zu ändern etabliert sich nichts richtig.

das allein zu versuchen, ist der teuerste Weg. das ist meine Meinung ich behaupte nicht dass es absolut richtiig ist.

FFurkan U***Teilnehmer
Funktion
Verwaltungsleiter
Branche
energie
Organisationsform
Produktionsunternehmen mit 40 Mitarbeitern
Beigetreten
Juli 2025
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84
#13

Du hast recht.

AAli A***ExperteCommunity-Mitglied
Beigetreten
Aug. 2024
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287
#14

Hier muss man eine Unterscheidung treffen. Die Antwort hängt stark von der Branche ab, es gibt keine allgemeine Regel.

Wenn deine Situation anders ist ändert sich das natürlich.

TTuğçe M***Teilnehmer
Funktion
Operations Manager
Branche
Logistik
Organisationsform
Betrieb mit zwei Filialen
Beigetreten
Jan. 2023
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362
#15

Genau so ist es. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern worauf sie sich bezieht.

Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

FFatma T***Teilnehmer
Funktion
Verkäufer im Einzelhandel
Branche
energie
Organisationsform
Team mit 8 Personen
Beigetreten
Juli 2024
Nachricht
190
#16

Ich habe diesen Weg schon hinter mir, ich erzähl mal. Menschen verteidigen nicht den Prozess, sondern die Gewohnheit. Der Widerstand kommt daher.

Vergessene Testumgebungen sind häufiger das Einfallstor als das Live-System. Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

HHilal P***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
Juni 2024
Nachricht
284
#17

Ich probiere es aus. Dass das Backup im gleichen Netzwerk und mit derselben Identität erreichbar ist macht es zum Teil des Ziels.

Die Antwort hängt stark von der Branche ab es gibt keine allgemeine Regel. Wenn ihr das Ergebnis hier postet hilft es auch anderen.

EEmre K***Teilnehmer
Funktion
Kurier-Koordinator
Branche
Recht
Organisationsform
Genossenschaft
Beigetreten
Feb. 2025
Nachricht
1
#18

Da verstehe ich etwas nicht ganz. Beginnt mit einem kleinen Test, bindet nicht gleich alles fest.

Änderungen an Zahlungsdaten werden niemals über den Kanal bestätigt, über den sie eingehen. Wenn deine Situation anders ist, ändert sich das natürlich.

RRecep K***TeilnehmerCommunity-Mitglied
Beigetreten
März 2023
Nachricht
41
#19

Ich möchte kurz warnen. Ein nicht getestetes Backup ist kein Backup.

Wer bei Zugriff sperren bei Mitarbeiterkündigung hetzt, stolpert alle an derselben Stelle. Viel Erfolg.

KKemal K***Veteran
Funktion
Softwareentwickler
Branche
Möbelproduktion
Organisationsform
Familienunternehmen
Beigetreten
Feb. 2023
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57

Doki · Interface-Design · 2026

#20

Ich erkläre mal die technische Seite. Wenn man Fehlalarme anschreit, meldet sich danach niemand mehr.

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